Shanghai Academic Ranking: FPÖ-Karlsböck fordert zukunftsorientierte und entideologisierte Universitätspolitik

Wien (OTS) - „Beim neuen Shanghai Academic Ranking of World Universities finden sich unter den Top 500 Hochschulen lediglich fünf österreichische. Selbstverständlich sind Rankings lediglich Momentaufnahmen, wenn Österreich allerdings in mehreren Universitätsranglisten an Boden verliert, dann herrscht Handlungsbedarf. Bei Wissenschaftsminister Mitterlehner sollten jedenfalls die Alarmglocken schrillen“, betonte heute der freiheitliche Wissenschaftssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Wissenschaftsausschusses, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck.

Es stehe zu befürchten, dass vom Weltruf, den heimischen Universitäten vor langer Zeit genossen hätten, in absehbarere Zeit nur mehr wenig übrigbleibe – wenn die Bundesregierung nicht bald gegensteuere. „Die – auch finanzielle – Vernachlässigung von Forschung und Lehre durch die Bundesregierung rächt sich. Die Sicherung von Studienplätzen und die Verbesserung der Betreuungsverhältnisse an den heimischen Hochschulen sind ein Gebot der Stunde“, betonte Karlsböck.

Mit absurder Zugangsbeschränkungspolitik, wie etwa der Halbierung der Studienplätze für Informatik, der Geschäftemacherei mit den kostenpflichtigen Zugangsprüfungen und der beständigen Leistungsnivellierung nach unten müsse Schluss sein. „Österreich braucht abseits von Zugangsbeschränkungs- und Studienbeitragsdiskussion eine zukunftsorientierte, leistungsorientierte und entideologisierte Universitätspolitik“, fordert der FPÖ-Wissenschaftssprecher.

Es brauche wieder auf allen Ebenen Anreize, um exzellente Forschung in Österreich zu etablieren. So seien beispielsweise die Universitäten dazu aufgerufen, Nachwuchswissenschaftlern attraktive Karrieremöglichkeiten zu eröffnen und ein Publikationswesen zu etablieren, das auch mit entsprechenden Dotierungen verbunden sei. „Das Wissenschaftsministerium kann diese Entwicklungen begleiten und fördern, in dem es eine österreichweite Publikationsdatenbank ins Leben ruft“, schlägt Karlsböck vor.

Die schwindende „Strahlkraft“ heimischer Universitäten sei aber auch dem Umstand geschuldet, dass an den heimischen Universitäten in den vergangenen Jahren immer stärker Themen Platz greifen würden, die dort eigentlich wenig bis gar nichts verloren hätten:
„Flüchtlingsbetreuung (MORE-Programm) ist nicht Aufgabe der Universität und mit Gender-Politik wird man auch keine internationale Reputation erhalten. Die Universitäten sollen sich wieder auf ihre Kernaufgabe Lehre und Forschung konzentrieren und sich nicht in Gesellschaftspolitik verzetteln“, sagte Karlsböck.

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