ANSCHOBER/Asylwerber: Entscheidungsunfähigkeit bei Ausweitung Gemeinnütziger Arbeit

Integrationspolitik vielfach "too little & too late"

Linz (OTS) - In schönen Integrationsberichten steht vielfach Richtiges, die Realität ein Jahr nach dem Beginn des Höhepunktes der großen aktuellen Fluchtbewegung ist jedoch, dass die politische Entscheidungsfindung und Umsetzung vielfach zu langsam und zu zu vorsichtig läuft: schon im Oktober des Vorjahres wurden von der Bundesregierung Grundsatzbeschlüsse getätigt, im Mai wurden diese weitgehend wiederholt und präzisiert, nun sind, sehr erfreulich, Deutschkurse beschlossen und finanziert. Aber bei anderen entscheidenden Integrationsmaßnahmen heißt es weiter Warten:
- ein enormes Problem vor allem in ländlichen Strukturen ist vielfach die nicht leistbare Mobilität, also das Erreichen des nächsten Kursstandortes oder Lehrplatzes, da Asylwerber/innen bisher keinen Zugang zu vergünstigten Tickets (Lehrlingsticket, Jugendticket uä) haben;
- während die Teilnahme in Kindergarten und Pflichtschule in den meisten Regionen gut funktioniert, brauchen wir eine Qualifizierungsoffensive für jene, die nicht mehr schulpflichtig sind;
- es braucht für Asylwerber/innen einen rascheren Zugang zur Arbeit:
zB sind Praktika und Schnuppertage noch immer nicht legalisiert, gibt es nach wie vor keinen gesteuerten und kontrollierten Zugang zu Mangelberufen (zB nach 6 Monaten) und scheint die einfache Maßnahme der Erweiterung und Liberalisierung der Gemeinnützigen Tätigkeiten in einem unendlichen Abstimmungsprozess. Mein Vorschlag einer massiven Liberalisierung der Tätigkeiten (unter sozialrechtlichen Standards) sowie eine Ausweitung der Träger von den Gemeinden auch auf im Integrationsbereich tätige NGOs wäre bei politischem Willen einfach umsetzbar.
Anschober abschließend: „Meine Forderung: statt Notsituationen zu konstruieren, sollten sich Bund und Länder noch im August zu einem Integrationsgipfel treffen und sich auf die zentralen Integrationsmaßnahmen und ihre sofortige Umsetzung einigen. Denn jedes Monat zuwarten erschwert die Integrationsoffensive."

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