Walser: Entfernung des Jagdhochsitzes beim KZ Loibl erfreulich

Grüne fordern Innenministerium auf, für KZ-Gedenkstätte Loibl endlich Verantwortung zu übernehmen

Wien (OTS) - „Es ist erfreulich, dass nun aufgrund des öffentlichen Drucks der Jagdhochsitz am Gelände der KZ-Gedenkstätte Loibl-Nord abgebaut wird. Jedoch darf dieser Erfolg nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Innenministerium mit der Verwaltung der Gedenkstätte wohl überfordert ist“, reagiert der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser auf eine Meldung in der Tageszeitung „Der Standard“, wonach der Grundstückbesitzer nun doch bereit ist, den umstrittenen Hochsitz zu entfernen. Walser hatte nach einer Aktion einer Kärntner antifaschistischen Initiative mit seiner Parlamentarischen Anfrage an den Innenminister Anfang August auf die Ungeheuerlichkeit aufmerksam gemacht. Am Gelände des ehemaligen KZ Loibl-Nord löste die Errichtung eines Jagdhochsitzes tiefe Empörung – vor allem bei ehemaligen KZ-Häftlingen und deren Nachfahren – aus.

Das Innenministerium habe von der Aufstellung des Hochsitzes von Anfang an Kenntnis gehabt, sei aber unfähig oder nicht willens gewesen, die Angelegenheit mit dem Besitzer zu bereinigen. „Das ist letztlich ein Zeugnis des Desinteresses, das das Innenministerium der KZ-Gedenkstätte am Loibl offensichtlich entgegenbringt. Es wurde mir berichtet, dass das Innenministerium nicht einmal bereit ist, die jährlich benötigte Summe von 40.000 Euro dem Gedenkkomitee rund um Univ.-Prof. Peter Gstettner als Budget zukommen zu lassen“, empört sich Walser: „Wenn das Innenministerium nicht dazu imstande ist, eine ordentliche Instandhaltung der KZ-Gedenkstätte zu gewährleisten, dann soll es doch die Trägerschaft abgeben oder endlich jene Verantwortung wahrnehmen, die eine anständige Gedenkkultur auch am Loibl möglich macht.“

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