„Sperrstunde“: „Am Schauplatz“-Reportage über die Auswirkungen des Wirtshaussterbens

Am 18. August um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Es gab einmal eine Zeit, in der in fast jeder Gemeinde Österreichs zumindest ein Gasthaus zu finden war. Heute existiert das klassische Wirtshaus mit biertrinkenden Einheimischen an der Schank und dem Cordon Bleu auf der Speisekarte nur noch in den größeren Bezirksstädten. Tausende Wirtshäuser haben in den vergangenen Jahren zugesperrt. In vielen Gemeinden sind so nicht nur Fleischhauer, Bäcker und Greißler verschwunden, sondern auch der Dorfwirt. Offizielle Zahlen bestätigen den Eindruck. Die Auswirkungen des Wirtshaussterbens auf das Leben am Land sind groß. Der Verlust des letzten gemeinsamen Kommunikationsraumes beschleunigt die Flucht in die Städte, ganze Landstriche veröden.

Für die „Am Schauplatz“-Reportage „Sperrstunde“ – zu sehen am Donnerstag, dem 18. August 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 – haben sich Alexandra Augustin und Klaus Dutzler auf eine Spurensuche durch Österreich begeben. Sie haben viele Wirtshausruinen gesehen, aber auch Wirtinnen und Wirte getroffen, die mit besonderen Ideen ein altes Gasthaus wieder zum Leben erweckt haben.

Seit 1988 ist die Zahl der Wirtshäuser österreichweit fast um die Hälfte zurückgegangen. Während das Wirtshaus ausstirbt, ist die Zahl gehobener Restaurants in den vergangenen 36 Jahren um 700 Prozent gestiegen. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig und oft auch hausgemacht. Ohne Ideen, ohne Investitionen kann ein Wirt keine Gäste mehr anlocken. Und dennoch: Wie in kaum einer anderen Branche haben immer komplexere Rahmenbedingungen und bürokratische Hürden den Wirten das Leben schwergemacht. Von der Nichtraucherregelung über die Allergenverordnung bis zuletzt zur Einführung der Registrierkasse. Der Aufwand wurde größer, die Umsätze immer geringer. Kaum ein Dorfwirt kann sich Mitarbeiter leisten, die Existenz ist nur als Familienbetrieb einigermaßen gesichert. Jetzt scheitern viele, weil die nächste Generation nicht mehr weitermachen will.

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