Hilfe zur Selbsthilfe gegen Hunger

Hilfswerk leistet seit 18 Jahren Entwicklungszusammenarbeit in Simbabwe

Wien/Harare (OTS) - Die aktuelle Dürre im Süden Afrikas ist die schlimmste seit 10 Jahren. Sie trifft die Bevölkerung, allen voran die Kinder, besonders hart. Die Erfahrung aus 18 Jahren nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit in Simbabwe zeigt: Hilfe zur Selbsthilfe kann die Folgen von Dürrekatastrophen mildern.

Nachdem Simbabwe auch abseits von Katastrophen wie dieser für Dürre und Ernteausfälle bekannt ist, stehen in den Hilfswerk Entwicklungsprojekten spezielle Pflanzen im Fokus: Solche, die mit sehr wenig Wasser und unter extrem unfreundlichen Bedingungen bestehen können. Seit 1998 unterstützen wir den Anbau, die Ernte und die Vermarktung dürreresistenter Pflanzen. Baobab gehört zu den in Simbabwe heimischen Pflanzen. Der bis zu 15 Meter hohe Stamm des Baobab Baumes besteht aus schwammartigen Fasern, die viel Wasser speichern und den Baum so auch durch eine längere Trockenzeit am Leben erhalten können. Das ausgeprägte Wurzelsystem trägt ebenfalls zu seiner erstaunlichen Dürreresistenz bei. Das aus seinen Früchten angefertigte Pulver gilt als besonders nahrhaft.

Das Hilfswerk unterstützt die simbabwischen Bauern darin, die Infrastruktur für die Verarbeitung und Vermarktung von Baobab und anderen heimischen Pflanzen zu schaffen. Zudem helfen wir beim Anbau von dürreresistenten Pflanzen wie Chili, Sesam oder Maniok. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe werden die lokalen Bäuerinnen und Bauern ausgebildet, sodass diese Pflanzen langfristig von der lokalen Bevölkerung geerntet und verkauft werden können. Das führt neben Einkommensmöglichkeiten für Familien zu Nahrungsmittelsicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung für die gesamte Region.

Grund für Hunger ist El Niño

Das Wetterphänomen El Niño traf den Süden Afrikas heuer besonders hart. Die Folgen von El Niño sind Dürre, Ernteausfälle, und Hunger. Auch die Brunnen für Trinkwasser bleiben leer. In den letzten Monaten sind in Simbabwe 7.000 Tiere gestorben – bis zum Ende der Trockenperiode rechnet man mit dem Tod von 25.000 Nutztieren. Seit Februar gilt in Simbabwe der Notstand. Fast jeder Dritte ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Vorbereitung auf Dürre

Hilfswerk Projektreferentin Beatrice Matuschka weiß, dass gute Entwicklungszusammenarbeit die furchtbaren Auswirkungen von Dürrekatastrophen mildern kann: „Entwicklungsprojekte brauchen gute Planung, gute Verbindungen zu den Menschen vor Ort, Zeit und natürlich Geld. Während die extremen Wetterbedingungen in Simbabwe nicht kontrollierbar sind, haben wir in den vergangenen Jahren gelernt, dass wenn diese Bedingungen gegeben sind, auf Dürre kein Hunger folgen muss.“

Bisher wurden im Hilfswerk Projekt in Simbabwe 15.000 Bäuerinnen und Bauern im Anbau, der Ernte, der Trocknung und dem Verkauf von heimischen, dürreresistenten Pflanzen trainiert. Das monatliche Haushaltseinkommen der Personen in unserem Projekt konnte von 30 Dollar auf 150 Dollar erhöht werden, und 30 neue Produkte wurden in den nationalen und internationalen Markt eingeführt.

„Wir möchten in Zukunft noch mehr Menschen in unserem Projekt unterstützen und ihnen ein Leben ohne Hunger ermöglichen. Um das zu erreichen, und um die simbabwische Bevölkerung auf kommende Dürrekatastrophen vorzubereiten, brauchen wir dringend mehr Spenden“, appelliert Matuschka.

Hilfswerk Austria International

Hilfswerk Austria International ist eine österreichische und weltweit tätige Hilfsorganisation. Wir leisten Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Seit Jahrzehnten unterstützen wir Menschen in Krisensituationen. Gemeinsam verbessern wir Lebensbedingungen und schaffen neue Perspektiven. Wir unterstützen benachteiligte Familien in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Soziales, Landwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung. Hilfswerk Austria International hilft Menschen dabei, ihre eigenen Potentiale (wieder) zu entfalten.

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