Bundesjugendvertretung ad Integrationsbericht: Junge Flüchtlinge brauchen Bildung, jetzt!

Eingliederung ins (Aus-)Bildungssystem für alle jungen Flüchtlinge muss Priorität haben!

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) sieht durch die heutige Veröffentlichung des Integrationsberichts von Bundesminister Kurz viele ihrer Forderungen für eine bessere Situation junger Flüchtlinge bestätigt. Schon in den Kernbotschaften wird angemerkt, dass Bildung und der Erwerb von Sprachkenntnissen für junge geflüchtete Menschen absolut zentral sind und eine Priorität sein müssen.

Julia Herr, Vorsitzende der BJV, dazu: „Wir haben Anfang des Jahres eine explorative Studie veröffentlicht, die die Situation junger Flüchtlinge in Österreich beleuchtet. Hier ging bereits hervor, dass es im Bildungsbereich bei jungen AsylwerberInnen enormen Aufholbedarf gibt. Viele müssen monatelang in Erstaufnahmezentren ausharren, ohne Ausbildungsplätze und oft sogar ohne Deutschkurse. Dass das katastrophale Folgen für die Zukunft dieser jungen Menschen hat, ist vollkommen klar. Der Empfehlung des Berichtes, Ausbildung und Spracherwerb nun verstärkt zu forcieren, müssen auch Taten folgen. Denn die Jugendlichen, mit denen wir gesprochen haben, wünschen sich vor allem eines: Endlich in die Schule zu gehen oder endlich eine Ausbildung machen zu können. Diesen Wunsch sollten wir ihnen so schnell es geht ermöglichen.“

Ein weiterer wichtiger Punkt, der im Bericht Erwähnung findet, ist die Ausbildung nicht mehr schulpflichtiger junger Menschen. So Herr weiter: „Wir haben uns vehement dafür eingesetzt, dass junge AsylwerberInnen auch in das Ausbildungspflichtgesetz – also die verpflichtende Ausbildung bis 18 – aufgenommen werden. Leider waren die Widerstände zu groß. Dass nun im Integrationsbericht ausdrücklich erwähnt ist, dass nicht mehr schulpflichtige, minderjährige AsylwerberInnen hier mehr Unterstützung brauchen, ist angesichts des damaligen Widerstandes schon ein wenig traurig. Wir hoffen sehr, dass hier noch mal ein Umdenken stattfindet, und man jungen Menschen die Chancen und die Unterstützung zukommen lässt, die sie verdient haben. Denn alle Kinder und Jugendlichen, egal woher sie kommen und welchen Aufenthaltsstatus sie haben, haben das Recht auf ein gutes Leben und Perspektiven für die Zukunft.“

Auch die Einführung des Schulfaches „Politische Bildung“, wie im Bericht vorgeschlagen wird, entspricht einer langjährigen Forderung der Bundesjugendvertretung.

Die explorative Studie zu jungen Flüchtlingen in Österreich kann man hier nachlesen: http://tinyurl.com/jel9pjo

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