Jugendorganisationen setzen gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt

„Gemeinsam gegen den Terror“ als Botschaft

Wien (OTS) - Zahlreiche VertreterInnen verschiedener Jugendorganisationen versammelten sich am Mittwoch den 10. August am Minoritenplatz, um ein Zeichen gegen Terror und Gewalt zu setzen.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Terror“ zeigten die Teilnehmenden mit Schildern wie „Pfadfinderin gegen Terror“, „Muslime gegen Gewalt“ oder „Jugendliche gegen Terror“, dass das Einstehen gegen Gewalt über viele ideologische, politische und auch konfessionelle Grenzen hinweg ein wichtiges Anliegen junger Menschen ist.

Die Aktion ist eine Reaktion auf die Gewalttaten, Amokläufe und Terrorakte der letzten Wochen, die auch in Jugendorganisationen große Bestürzung ausgelöst haben. Ebenso erschütternd ist es, wie sehr durch die Vorkommnisse eine Kette an Schuldzuweisungen und Angst in Gang gesetzt wird. Darum ist es für die jungen Menschen umso wichtiger zu zeigen, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen näher zusammenrücken müssen, um die Botschaft auszusenden: Wir sind gegen Gewalt - wir sind gegen Terror!

Genau das machen die vertretenen Jugendorganisationen, indem sie sagen: Wir sind viele, wir sind unterschiedlich, aber wir sind alle gegen Terror und Gewalt.
An der Medienaktion beteiligten sich die Bundesjugendvertretung, Muslimische Jugend Österreich, Sozialistische Jugend Österreich, Kolping Jugend Österreich, Katholische Jugend Österreich, Evangelische Jugend Österreich, Junge Liberale NEOS, Afghanische Jugendliche - Neuer Start in Österreich, Österreichische Hochschüler_innenschaft, Schülerunion, Muslimische Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreich, Bund Europäischer Jugend/Junge Europäische Föderalisten, Rote Falken, Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreich, Österreichische Blasmusikjugend.

Teilnehmende Organisationen im Zitat:

„Gewalt und Terror nicht zu Hass und Diskriminierung führen. Dafür sprechen sich junge Menschen mit dieser Aktion aus. Wir setzen uns stattdessen für Solidarität und die Wahrung der Kinder- und Menschenrechte ein. Alle jungen Menschen in Österreich brauchen Perspektiven für die Zukunft. Das erreichen wir besser miteinander als gegeneinander!“ Julia Herr, Vorsitzende Bundes Jugend Vertretung

„Kolping Österreich unterstützt die Aktion „Gemeinsam gegen Terror“, denn miteinander reden, Begegnung suchen, einander die Hände reichen sind ein guter Anfang, um Frieden zu schaffen“ – Mag. Wolfgang Engelmaier, Bundessekretär Kolping Österreich

"Entgegen der Ereignisse der letzten Zeit, die ein Bild von Zerrissenheit und Konflikt zwischen den Religionen zeichnen, wollen wir gemeinsam mit anderen, auch konfessionellen Jugendorganisationen ein starkes Zeichen der Solidarität, der Nächstenliebe und des Dialogs vermitteln. Wir setzen uns als Katholische Jugend Österreich für einen respektvollen, angstfreien Umgang zwischen den Religionen ein und wollen dies mit unserer Teilnahme klar sichtbar machen.” Matthias Kreuzriegler, Vorsitzender Katholische Jugend Österreich

„Wir machen mit, weil wir vereint gegen Gewalt stehen, egal von wem sie kommt und gegen wen sie gerichtet ist. So wollen wir ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt über die Grenzen aller Religionen und Weltanschauungen hinaus setzen. Wir wollen uns für gesellschaftlichen Frieden einsetzen, damit Hass und Angst keinen Keil in unsere Gesellschaft treiben.“ Nermina Mumic, Vorsitzende Muslimische Jugend Österreich

„Die Österreichische Hochschüler_innenschaft ist Sprachrohr aller Studierenden in Österreich unabhängig ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung. Wir setzen uns für eine freie Gesellschaft ohne Angst vor Terror und Unterdrückung ein." Magdalena Goldinger, Vorsitzende Österreichische Hochschüler_innenschaft

"Ein friedliches, noch stärker vereintes Europa ist der Alptraum aller Terroristen und Extremisten, aber der Traum der Jugend Europas!" Daniel Gerer, Geschäftsführer Bund Europäischer Jugend/Junge Europäische Föderalisten

"Terror, Hass und Gewalt dominieren spätestens seit den jüngsten Anschlägen die mediale Berichterstattung. Wir dürfen nun nicht den Fehler machen, einfach wegzusehen, wenn ganze Gruppen pauschal als Terrorist*innen abgestempelt werden. Wir müssen ein deutliches Zeichen der Solidarität setzen und an einer weltoffenen und friedlichen Gesellschaft bauen." Heli Gotthartsleitner, Bundesvorsitzender der Roten Falken Österreich

„Die sich immer schneller drehende Spirale von Gewalt und Terror aus den unterschiedlichsten Anlässen lässt viele Mitmenschen mit Erschütterung und Entsetzen zurück, sie löst zum einen Fluchtreflexe und Rückzug, zum anderen Gegengewalt aus. Wer auf der Strecke bleibt sind Wehrlose und Unschuldige. Wir wollen anregen, dass wir miteinander reden, Konflikte gewaltfrei lösen und respektvoll miteinander umgehen - damit ein friedliches Zusammenleben auf unserer Erde möglich ist.“ Ulrich Böheim, Vorsitzender Evangelische Jugend Österreich

„Als Pfadfinderinnen und Pfadfinder treten wir für eine friedliche Welt ein. Egal welcher Herkunft oder Religion, machen wir klar:
Krieg, Terror und Gewalt haben in dieser Welt keinen Platz! Gemeinsam mit allen anderen jungen Menschen in Österreich stellen wir uns mutig gegen Angst und Misstrauen, die durch Terror und Gewalt gesät werden. Denn die Stärke unserer Gesellschaft liegt in unserem Zusammenhalt.“ Dominik Habsburg-Lothringen, Präsident Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs

„Wir demonstrieren heute gegen Gewalt, egal ob diese mit religiösen oder auch rechtsextremen Motiven in Zusammenhang steht“, sagt Marina Hanke, stellvertretende Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich. Sie rückt auch ökonomische und soziale Zusammenhänge, die zu Gewalt und Terror führen können, in den Vordergrund: „Das Verständnis dieser Zusammenhänge legitimiert keine der Taten, hilft aber, zukünftige zu verhindern.“

„Gemeinsames Musizieren verbindet über Generationen, Glaubensansichten, Sprachbarrieren und verkörperte Grundwerte hinaus und schafft eine große Klangwolke der Verbundenheit. Terror ist ein Thema, das uns alle betrifft. Der Österreichischen Blasmusikjugend ist es ein besonderes Anliegen, ein Zeichen durch das Musizieren zu setzen, das verbindend wirkt, anstatt zu trennen.“ Helmut Schmid, Bundesjugendreferent Österreichische Blasmusikjugend

„Gemeinschaft und Zusammenhalt sind nicht nur Werte, sondern vor allem auch eine Erfahrung, die junge Menschen in Jugendorganisationen machen können. Diese Erfahrung ist keine Selbstverständlichkeit und gerade deswegen setzen wir ein Zeichen dafür, dass wir das Gemeinsame über das Trennende stellen, um eine solche Gemeinschaft in großen wie in kleinen Kontexten zu schaffen.“ Philipp Kappler, Bundesobmann der Schülerunion Österreich

„Wir dürfen uns unser freies Leben nicht von Terror und Gewalt nehmen lassen. Wir treten gemeinsam gegen Angst und Panikmache auf.“ Douglas Hoyos, Bundesvorsitzender JUNOS

„Das Trennende überwindend setzen wir auf das Verbindende und stehen und halten gemeinsam gegen den Terror zusammen. Unabhängig von unseren Überzeugungen und ethnischen Zugehörigkeiten wollen wir zusammenwachsen, um Hass, Ausgrenzung und Gewalt zu verbannen und gegen Respekt, Inklusion und Frieden einzutauschen.“ Salma Baghajati, Bundesobfrau der Muslimischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder Österreichs

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Mag.a Magdalena Schwarz
Geschäftsführerin
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