„Die Liebe der Danae“ von den Salzburger Festspielen: ORF überträgt Opernrarität von Richard Strauss

Live-zeitversetzt am Freitag, 12. August, 21.20 Uhr, ORF 2 – Dakapo am Sonntag, 14. August, 20.15 Uhr, ORF III

Wien (OTS) - Als Höhepunkt des rund 100-stündigen Programmschwerpunkts zu den Salzburger Festspielen 2016 überträgt ORF 2 am Freitag, dem 12. August 2016, um 21.20 Uhr live-zeitversetzt Richard Strauss’ vorletzte Oper „Die Liebe der Danae“ – ein selten gespieltes Werk, das eng mit der Festspielgeschichte verbunden ist. Nach der Generalprobe im Jahr 1944 im Beisein von Strauss und der durch das Stauffenberg-Attentat auf Hitler bedingten Absage der Festspiele gelangte die Oper erst drei Jahre posthum zur Uraufführung. Musikalisch bildet die Partitur dieser „heiteren Mythologie“ mit Krassimira Stoyanova, Tomasz Konieczny und Norbert Ernst in den Hauptrollen gleichsam eine Rückschau auf das Lebenswerk von Strauss. Am Pult der Wiener Philharmoniker steht Franz Welser-Möst, die märchenhaft interpretierte Inszenierung übernahm der lettische Regisseur Alvis Hermanis, der nach Verdis „Il trovatore“ im Jahr 2014 wieder nach Salzburg zurückkehrt.
Wie schon 2014 zeichnet auch heuer Agnes Méth für die ORF-Bildregie verantwortlich und dirigiert wieder neun ORF-Kameras, die das Bühnengeschehen für die Zuseher/innen vor den Bildschirmen eindrucksvoll einfangen.

„Ich habe mich in die Musik verliebt, diese Musik ist wunderbar!“ schwärmt ORF-Regisseurin Agnes Méth über die Strauss-Komposition. Wie diese bzw. die gesamte Inszenierung dem Fernsehpublikum am besten vermittelt werden kann, hat die gebürtige Ungarin einst bei dem bereits verstorbenen Theatermacher und Regisseur Luc Bondy gelernt. „Denke filmisch!“ lautete dessen Anweisung, die zu Méths Leitmotiv geworden ist. „Dieser Satz ist mir im Kopf geblieben und hat meine Denkweise bei Opernübertragungen komplett geändert“, so Méth. „Hoffentlich wird meine Übertragung so gut und interessant, dass die Leute sitzen bleiben und sie sehen wollen.“ Was ihr an „Die Liebe der Danae“ neben der Musik noch besonders gefällt: „Die Oper hat eine Aussage: Liebe kann man mit Gold nicht aufwiegen, man kann keine Liebe kaufen“, so Méth.

Richard Strauss: „Vereinigung der deutschen Musik mit der griechischen Seele“

Die Opernhandlung erzählt von Prinzessin Danae, die als letzte Hoffnung ihres wirtschaftlich angeschlagenen Vaters Pollux einem reichen Bewerber zur Frau gegeben werden soll. Anstelle des erwarteten König Midas erscheint allerdings Jupiter, der Midas’ Gestalt angenommen hat. Danae widersteht Jupiters Lockungen und entscheidet sich für den mittlerweile verarmten Midas. Der griechische Gott schwört darauf seiner Liebe zu den irdischen Frauen ab und ergeht sich in altersweiser Weltabgewandtheit. Die Oper fußt auf einer Vorlage von Hugo von Hofmannsthal, die zwei verschiedene mythologische Stoffe miteinander verbindet. Nach dem Tod des Dichters verlor Richard Strauss allerdings sein Interesse an dem antiken Stoff und fand erst im Libretto von Joseph Gregor den inspirierenden Ton für sein nunmehriges Spätwerk.
Von der Generalprobe, die noch unter Beisein des Komponisten stattfinden konnte, ist jedenfalls überliefert, wie sehr er von der Aufführung überwältigt war. Strauss selbst bezeichnete sein Spätwerk als „mein letztes Bekenntnis zu Griechenland und die endgültige Vereinigung der deutschen Musik mit der griechischen Seele“.

Aufführung ohne Striche

Als „turbulent, dramatisch, wehmütig und heiter“ hat Franz Welser-Möst, der Dirigent der neuen Salzburger Produktion, die Musik der „Danae“ charakterisiert und sich entschlossen, die so selten gespielte Oper – die zuletzt 2002 auf dem Salzburger Spielplan stand – ohne Striche aufzuführen. Die Sängerbesetzung spiegelt die erfolgreiche Zusammenarbeit des Dirigenten mit den Solisten seiner vergangenen Opernpremieren wider: Die Marschallin seines „Rosenkavaliers“ von 2014, Krassimira Stoyanova, singt die Partie der Danae, Tomasz Konieczny, der zuletzt im „Fidelio“ den Pizarro sang, gibt nun den Jupiter, Norbert Ernst, der letztjährige Jaquino, übernimmt den Merkur, Olga Bezsmertna singt die Europa.

Die ORF-Übertragung aus dem Großen Festspielhaus moderiert Barbara Rett. Interviews mit den Solisten und ein filmischer Blick auf das historische Umfeld der Oper runden das Fernsehereignis ab. Ein Dakapo des ORF-2-Opernabends gibt es am Sonntag, dem 14. August, um 20.15. in ORF III.

„Die Liebe der Danae“ ist als Live-Stream und nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) abrufbar.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0007