„Sicher unsicher?“: „Am Schauplatz“-Reportage über das Sicherheitsgefühl in Wien

Am 11. August um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Messerstechereien, Massenschlägereien, Drogenhandel. An Schlagzeilen wie diesen ist im heurigen Frühjahr niemand vorbeigekommen. Die Wiener U-Bahnlinie U6 und der Praterstern sind dabei zum Synonym für Kriminalität geworden. Für die „Am Schauplatz“-Reportage „Sicher unsicher?“ – zu sehen am Donnerstag, dem 11. August 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 – hat Alfred Schwarzenberger versucht herauszufinden, was hinter diesen Schlagzeilen steckt.

Wien gilt als eine der sichersten Städte der Welt, dennoch ist in den vergangenen Monaten bei vielen das Gefühl entstanden, dass diese Zeiten vorbei sind. Und das auch bei Menschen, die nicht in Wien leben. Fakten zur Kriminalität stehen oft im Widerspruch zum sogenannten Sicherheitsgefühl. Tatsache ist aber auch, dass sich in den vergangenen Monaten auch sogenannte „Hotspots“ entwickelt haben, Orte, an denen es vermehrt zu Kriminalität gekommen ist.

Die Polizei hat darauf reagiert und an den „Hotspots“ mehr Personal eingesetzt. Aber steigert dies das Sicherheitsgefühl? Roman Hahslinger, Sprecher der Wiener Polizei: „Es ist für uns eine Gratwanderung. Setzen wir zu viele Beamte ein, fühlen sich die Menschen erst recht unsicher.“ Denn dort, wo viel Polizei ist, müsse es ja vor Kriminellen nur so wimmeln; das sei der Schluss, den die Menschen ziehen.

Einige der Orte mit verstärkter Polizeipräsenz finden sich entlang der U6. Bis zur Gesetzesänderung Anfang Juni hat sich hier der Drogenhandel im öffentlichen Raum etabliert. Die Dealer haben sich mittlerweile in die Seitengassen zurückgezogen. Hier arbeitet die Polizei weiter, abseits der Blicke der Presse. Drogendealer finden sich zur Stunde nicht auf den Titelseiten. Das Problem sei dadurch nicht verschwunden, sagen die Drogenfahnder. Aber es stehe eben nicht jeden Tag in der Zeitung.

„Die Wirkung der Medien auf das Sicherheitsgefühl ist enorm“, sagt Kriminalsoziologe Arno Pilgram. Er beschäftigt sich seit drei Jahrzehnten mit Kriminalitätsentwicklung in Wien. Pilgram meint, dass oft tragische Einzelereignisse die Diskussion um die Sicherheit hochpushen. Der Kriminalsoziologe meint damit den Mord am Brunnenmarkt Anfang Mai. Mitten in der aufgeheizten Diskussion um Kriminalität von Asylwerbern habe er sich ereignet. Eine Differenzierung finde dann nicht mehr statt. Pilgram arbeitet zur Stunde an einer Studie über die Kriminalität von Ausländern. „Am Schauplatz“ erfährt vorab einige Details aus seiner Studie.

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