WGKK stemmt Großteil der Kosten der Hepatitis-C- und HIV-Behandlungen

Die Kosten für Medikamente sind im Juni um mehr als 5 Prozent gestiegen

Wien (OTS) - Die steigenden Kosten für Medikamente belasten die Sozialversicherungsträger – und es ist keine Entspannung in Sicht. Alleine im Juni 2016 gab es einen österreichweiten Anstieg um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies geht aus aktuellen Zahlen des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger hervor. Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) verzeichnete gar einen Anstieg von 5,1 Prozent – und das bei einer erwarteten Beitragssteigerung von 3,8 Prozent im Jahr 2016.

Einmal mehr waren die hochpreisigen Heilmittel etwa für die Behandlung von Hepatitis-C- sowie HIV-Patientinnen und -Patienten der Grund für den Kostenschub. „Es geht zwar nur um einen kleinen Teil unserer Verordnungen, der aber in Summe überproportional hohe Kosten verursacht“, erklärt WGKK-Obfrau Ingrid Reischl. Konkret kostet nur jedes zweihundertste Medikament, das für WGKK-Versicherte verordnet wird, 700 Euro oder mehr – insgesamt verursacht diese Gruppe aber ein Drittel der gesamten Kosten für Medikamente, die WGKK-Versicherte aus Apotheken beziehen.

Im Zusammenhang mit den Hepatitis-C- und HIV-Medikamenten ist festzustellen, dass die WGKK einen unverhältnismäßig hohen Anteil der österreichweiten Kosten stemmt. „Es sind rund ein Fünftel aller Österreicherinnen und Österreicher bei uns versichert, bei den HIV-Medikamenten tragen wir jedoch annähernd die Hälfte der österreichweiten Kosten. Bei der Hepatitis-C-Behandlung sind wir mit fast einem Drittel der Kosten konfrontiert“, betont Reischl. „Es ist klar zu sehen, dass der Großstadtfaktor hier zum Tragen kommt und wir eine überproportionale Last zu schultern haben“, so die WGKK-Obfrau weiter.

Angesichts dieser Tatsachen fordert Reischl die Pharmaindustrie auf, ihre Preispolitik zu überdenken: „Denn nur so können wir gemeinsam im Sinne der Betroffenen die bestmögliche Behandlung garantieren.“

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Mag.a Regine Bohrn

10., Wienerbergstraße 15–19
Tel.: +43 1 601 22-1351
Fax: +43 1 601 22-2135
E-Mail: regine.bohrn@wgkk.at
www.wgkk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WGK0001