FPÖ-Schimanek: Minister Sobotka nimmt das Thema Zwangsheiraten und Kinderbräute scheinbar auf die leichte Schulter!

Anfragebeantwortung offenbare zu laschen Umgang des Innenministeriums mit dem ernsten Thema

Wien (OTS) - Mittels parlamentarischer Anfrage wollte die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Schimanek wissen, wie in Österreich mit dem Thema Zwangshochzeiten umgegangen werde. In Deutschland und anderen europäischen Ländern habe sich dieses Problem mit der anhaltenden Einwanderungskrise verschärft und sei auch öffentlich diskutiert worden. In Österreich fehle eine offene Diskussion dazu bisher völlig. Nun kam die Anfragebeantwortung des ÖVP-Innenministers und für Schimanek offenbart diese arge Defizite im Umgang mit diesem ernsten Thema: „Laut Innenminister werden Kinderehen in Österreich zwar staatlich nicht anerkannt, was an sich löblich ist, aber darüber hinaus scheint die Regierung das Thema überhaupt nicht zu interessieren. Es gibt nämlich keine Statistiken zu minderjährigen Ehebräuten, ja nicht einmal dazu, wie viele allein reisende minderjährige Mädchen in Österreich 2016 bisher aufgegriffen wurden.“

Für Schimanek ist dies zu wenig: „Auch die SOS-Kinderdörfer beklagen die drastisch angestiegene Anzahl an zwangsverheirateten Mädchen in Asylwerberunterkünften. Minister Sobotka nimmt das Thema scheinbar auf die leichte Schulter. Das ist inakzeptabel. Zum Wohle dieser Mädchen erwarte ich mir einen ernsthaften Umgang mit diesem Thema! In Deutschland, der Schweiz und anderen Ländern wurde das Problem bereits erkannt und es wurde gehandelt. In Österreich werden Kinderbräute und Zwangsehen, wie so viele Dinge, ignoriert und es wird wieder einmal eine heile Welt vorgegaukelt.“

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