Vassilakou: Mietrecht dringend reparieren

Wohnen muss leistbar bleiben

Wien (OTS) - Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bezeichnet die geplatzten Verhandlungen auf Bundesebene für ein neues Mietrecht als die „x-te Wiederholung eines alljährlichen Trauerspiels“ und als vertane Chance. „Die Klientelpolitik der ÖVP geht vor allem zu Lasten junger Menschen und Familien, die sich die Mieten im privaten Bereich oft nicht mehr leisten können. Damit lässt die ÖVP genau jene im Stich, die Unterstützung und Hilfe bräuchten.“

Die Mieten im privaten Bereich sind in den vergangenen Jahren davongaloppiert. Bei Neuvermietungen im privaten Bereich werden in Wien quer durch alle Bezirke mittlerweile Preise verlangt, die weit jenseits der Möglichkeiten von DurchschnittsverdienerInnen liegen. „Das trifft tausende Menschen jährlich, die eine Wohnung suchen und besonders hart junge Menschen und junge Familien. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und nicht etwas, mit dem man sich eine goldene Nase verdient“, so Vassilakou.

„Wir in Wien tun unser Möglichstes und investieren gemeinsam mit dem Wohnbauressort in neuen, leistbaren Wohnraum in der Stadt. Wien baut wieder Gemeindewohnungen und widmet jedes Jahr tausende Sozialwohnungen. Doch die Liste der Menschen, die sich nur mehr über den sozialen Wohnbau eine Wohnung leisten können, wird immer länger. Der Grund ist, dass die Einkommen seit Jahren stagnieren und immer mehr Menschen sogar weniger verdienen als noch vor einigen Jahren, während die Preise bei Neuvermietungen im privaten Bereich massiv gestiegen sind. Laut Experten darf Wohnen nicht mehr als ein Drittel des Haushaltseinkommens kosten. Diese Rechnung geht in diesem Bereich aber nicht mehr auf“, so Vassilakou.

„Es ist mir seit Jahren ein Anliegen, dass es endlich zu einer Reform des Mietrechts kommt. Ziel muss sein, dass Befristungen zur Ausnahme werden. Ziel muss es auch sein, dass die Zuschläge in ihrer Anzahl begrenzt und genau definiert werden. Und Ziel muss sein, dass die Mieten im privaten Bereich wieder unter zehn Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten liegen“, so Vassilakou weiter. „Wenn die Reform nicht bald gelingt, wird die Zivilgesellschaft ihre demokratischen Mittel nutzen, um eine Reparatur zu erzwingen.“

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