Huainigg zur Neugestaltung des Stephansplatzes: Zweiter Lift ist dringend notwendig!

Stau ist sonst vorprogrammiert - Auch City-Bezirksvorsteher Markus Figl für zweiten Lift

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Ein Lift alleine ist zu wenig; ein zweiter Lift ist ein Muss“, stellte heute, Dienstag, ÖVP-Behindertensprecher Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg zur Neugestaltung des Stephansplatzes fest und zeigte sich erfreut, dass heute die Volksanwaltschaft und Bizeps auf diese unhaltbare und nicht zeitgemäße Situation aufmerksam machen. „Ich hoffe, dass Bürgermeister Häupl und die Wiener Linien eine Entscheidung im Sinne der Wiener Bürger/innen treffen. Denn City-Bezirksvorsteher MMag. Markus Figl hat sich bereits vehement für den Lift eingesetzt. Der Bezirk würde beim Lifteinbau ebenso wie auch beim Umbau des Stephansplatzes sogar zehn Prozent der Kosten tragen“, hob Huainigg hervor.

Der Behindertensprecher verweist darauf, dass es in der U-Bahnstation Stephansplatz von der U-Bahn in die obere Etage drei Lifte gibt; von der Passage zum Stephansplatz ins Freie hingegen nur mehr einen Lift und vergleicht die Situation mit einer Reduzierung der Spuren auf einer Autobahn von drei auf eine: „Hier ist ein Stau vorprogrammiert, und der Fluss wird enorm verlangsamt.“ Zudem sei auch der Innenraum des Lifts so klein, dass maximal ein Kinderwagen oder ein größerer Rollstuhl Platz findet. „Beim einzigen Minilift bilden sich lange Schlangen. Und wenn der Lift kaputt ist, wie unlängst, dann hat man als Rollstuhlfahrer überhaupt keine Chance nach oben zu kommen“, klagt Huainigg. Für Personen mit Rollatoren sei es viel zu gefährlich, die Rolltreppen zu verwenden.

Seit dem 1. Jänner 2016 gilt das Gesetz über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen für alle Unternehmen in ganz Österreich – das müsste auch den Wiener Linien zu denken geben. Vor allem wenn man bedenkt, dass nach derart großen Umbaumaßnahmen, wie sie der Stephansplatz bald erleben wird, es eine zehnjährige Aufgrabungssperre gibt. „Das heißt, wenn dieser zweite Lift jetzt nicht eingebaut wird, verstreichen weitere zehn Jahre!“, so Huainigg, der auch auf die demographische Entwicklung verweist. „Wir müssen nicht nur unseren Menschen mit Behinderung, sondern auch den vielen Eltern mit Kinderwägen und zunehmend Tourist/innen mit Behinderung eine entsprechende Infrastruktur bieten. Schließlich geht es hier um die mit mehr als 200.000 Menschen meist frequentierte U-Bahnstation im Herzen Wiens!", so der Behindertensprecher, der auch darauf hinweist, dass nachträgliche Umbauten um einiges teurer sind. (Schluss)

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