FPÖ: Karlsböck fordert faktenbasierte Diskussion über Studienplatzfinanzierung

„Regierungsinternes Geplänkel um Studiengebühren ohne seriöse Zahlen und EU-Ausgleichszahlungen nicht hilfreich.“

Wien (OTS) - Die vorgebliche koalitionsinterne Annäherung in der Frage der Einführung von Studiengebühren zeige zwar, dass Bewegung in das unwürdige Spiel um die Finanzierung der Unis gekommen sei, ändere aber nichts an der unbefriedigenden Patt-Situation, sagt der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck. Er fordert stattdessen eine tabufreie Diskussion auf Basis klarer Fakten.

Es sei sinnlos und müßig, sich in Spekulationen darüber zu ergehen, ob sich die künftige Studienplatzfinanzierung an der Zahl der Studienanfänger, der aktiven Studenten oder der Absolventen orientieren solle, solange vom Wissenschaftsminister keine konkreten Zahlen auf den Tisch gelegt würden, betont Karlsböck und schließt sich der Kritik von Uniko-Chef Oliver Vitouch an, der im Zusammenhang mit der unklaren Finanzierungssituation gemeint habe, „allen ‚Hereinspaziert!’ zu sagen, aber es nicht zu finanzieren, ist nicht Universitätsstudium, sondern Dschungel – und Betrug an der jungen Generation“.

„Wenn die medial kommunizierte Annäherung zwischen Christian Kern und Reinhold Mitterlehner in der Frage der Wiedereinführung von Studiengebühren ernst gemeint ist, sollte das koalitionsinterne Geplänkel endlich einer breiten Diskussion auf Basis seriöser Zahlen weichen“, fordert Karlsböck. In diesem Sinne lädt der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses alle Beteiligten zu konstruktiven Gesprächen ein. „Schließlich geht es um die Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Österreich und die Zukunft unserer studierenden Jugend. Und die Materie ist zu komplex, um sie parteipolitischem Hickhack oder ideologisch motivierten Entscheidungen zu überlassen, so Karlsböck.

„Bevor man allerdings darüber nachdenkt, wie man heimische Steuerzahler zusätzlich belastet, sollten für den Überhang ausländischer Studenten mit der EU oder auf bilateraler Ebene endlich Ausgleichszahlungen verhandelt werden“, wiederholt Karlsböck eine alte freiheitliche Forderung. Denn diese brächten ein Vielfaches von dem, was man mit Studienbeiträgen erreichen könnte. „Oder wollen Kern und Mitterlehner kostendeckende Gebühren, die vor allem fleißig studierende Österreicher treffen würden?“, fragt sich der freiheitliche Wissenschaftssprecher weiter. Denn „Bummelstudenten“ würden bereits jetzt, nämlich nach Überschreitung der Mindeststudiendauer, zur Kasse gebeten.

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