Neues Volksblatt: "Licht und Schatten" (von Harald Gruber)

Ausgabe vom 29. Juli 2016

Linz (OTS) - Nur Vielfalt im Angebot schafft Wahlfreiheit. Dieser Grundsatz gilt auch in der Kinderbetreuung. Insofern ist im Grunde positiv zu vermerken, dass in der Stadt Wien knapp zwei Drittel der Kindergartenplätze von privaten Organisationen bereitgestellt werden, während beispielsweise Linz (in alter sozialistischer Manier) noch immer zwei Drittel der Betreuungskapazitäten an sich rafft — mit entsprechenden budgetären Belastungen.
Vielfalt macht sich aber — siehe die aktuellen Vorfälle in Wien — nur dann bezahlt, wenn sie auf soliden Beinen steht und mit entsprechender Kontrolldichte einhergeht. Schließlich sind die derzeitigen Turbulenzen rund um den Kindergartenbetreiber „Alt-Wien“ nicht die ersten fragwürdigen Vorgänge. Davor hatte es schon mit muslimischen Betreibern erhebliche Probleme gegeben — deren Behebung übrigens noch immer nicht endgültig nachgewiesen ist.
Insofern kann man der Sozialdemokratie auch — aber nicht ausschließlich — in Wien nur ins Stammbuch schreiben, im Umgang mit Steuergeldern soziale Gesinnung nicht mit sorglosem Wegschauen zu verwechseln!
Auch in Oberösterreich zeichnet sich rund um die Durchleuchtung von Sozialförderungen bereits ein hitziger politischer Herbst ab. Wenn erste Förderungs-Empfänger jetzt medial ausrücken, um diese Durchleuchtung möglichst zu unterbinden, stellt sich eine Kernfrage:
Was haben seriöse Empfänger zu befürchten?

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