Pressefreiheit ist unantastbar

Wiener Polizist bezeichnet Pressefreiheit als „Bledsinn“

Wien (OTS) - Wenn man dem bekannten, österreichischen Pressefotografen Peter Trykar Glauben schenken darf, dann besteht bei der Wiener Polizei ein dringender Schulungsbedarf um Offizieren zu erklären, wie sie die gesetzlich verankerte Pressefreiheit zu schützen haben. Obwohl die Gesetzeslage eindeutig ist, nehmen, nach Angabe des Kollegen, so manche Offiziere der Wiener Polizei die Pressefreiheit nicht so ernst. Bei der gestrigen Demonstration der Identitären entspann sich zwischen einem Polizeioffizier und dem Pressefotografen folgender Dialog:

  • Polizist: "Mochns kane Probleme, zehn Minuten und se san weg."
  • Pressefotograf: "Und was ist mit der Pressefreiheit?"
  • Polizist: "Jetzt kumans ma mit dem Bledsinn?

Den vollständigen Dialog und Pressefotos dazu finden Sie auf der Facbeook-Seite: https://www.facebook.com/peter.trykar?fref=ts

Für den Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) ist es unfassbar, dass ein Offizier der Wiener Polizei die Pressefreiheit als „Bledsinn“ bezeichnet.

„Wir können die Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht verurteilen, wenn wir die Pressefreiheit in unserem demokratischen Land nicht ernst nehmen“, ist ÖJC-Präsident Fred Turnheim überzeugt.

Der ÖJC-Präsident ersucht daher den Wiener Landespolizeidirektor Gerhard Pürstl und Innenminister Wolfgang Sobotka dafür Sorge zu tragen, dass in Österreich die Pressefreiheit genauso geschützt wird, wie die Demonstrationsfreiheit.

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