Doppelpremiere: Rossinis „Guglielmo Tell“ von den Tiroler Festspielen Erl 2016 als ORF-Opernverfilmung

Am 30. Juli in ORF 2, am 31. Juli in ORF III

Wien (OTS) - Erstmals seit ihrem Start 1998 haben die Tiroler Festspiele Erl heuer Gioacchino Rossinis letzte Oper „Guglielmo Tell“ auf ihren Spielplan gesetzt – und der ORF hatte die seltene Gelegenheit, noch vor der offiziellen Premiere (am 8. Juli) eine ganz spezielle Aufzeichnung der Neuinszenierung herzustellen. Als erste Festspielproduktion aus Erl präsentiert ORF 2 am Samstag, dem 30. Juli, um 22.15 Uhr diese auf rund 120 Minuten gekürzte, stringente Fernsehfassung der rund dreieinhalbstündigen Bühnenversion, die Festivalleiter, Dirigent und Regisseur Gustav Kuhn gemeinsam mit TV-Regisseur Felix Breisach erarbeitet hat. Ein Dakapo gibt es am Sonntag, dem 31. Juli, um 20.15 Uhr in ORF III. Solistinnen und Solisten der Accademia di Montegral, der von Gustav Kuhn gegründeten Ausbildungsstätte im toskanischen Lucca, wurden vom Orchester und der Chor-Akademie der Tiroler Festspiele Erl begleitet.

Die Verfilmung der Bühnenaufführung, für die Regisseur Breisach sechs Kameras einsetzte, erfolgte in der Endphase der Opernproben, was u. a. die Aufzeichnung mit ungewöhnlichen Einstellungen und Perspektiven auf und vor der Bühne ermöglichte. In der Fernsehfassung begleitet ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl die Zuseherinnen und Zuseher mit verbindenden Worten zwischen den ausgesuchten Szenen.

In Lucca, der Heimstätte von Gustav Kuhns Accademia di Montegral, wurde Rossinis italienische Version der Oper zwei Jahre nach ihrer Pariser Uraufführung (1829) mit großem Erfolg erstaufgeführt. An Schillers Vorlage seines „Wilhelm Tell“ hat der Komponist nur vage Anleihen genommen. Vor dem Hintergrund des Freiheitskampfes der Eidgenossen gegen die Fremdherrschaft der Habsburger steht vor allem die Liebesgeschichte zwischen dem Schweizer Verschwörer Arnold Melchthal und der österreichischen Prinzessin Mathilde im Mittelpunkt der Belcanto-Oper.

Die Tiroler Festspielinszenierung hat dazu noch einen besonderen Gedanken herausgearbeitet, der auch im reduzierten Bühnenbild von Alfredo Troisi und in den Kostümen von Lenka Radecky Ausdruck findet:
Es geht dabei um die Verwurzelung eines jeden Einzelnen mit der eigenen Geschichte, der Geschichte seines Landes und seiner Heimat. Diese Aspekte bilden die Zugehörigkeit zu einer Region und einer Gemeinschaft ab und ermöglichen dem Volk, respektive den unterdrückten Eidgenossen, genau aus dieser Verwurzelung ein Nationalgefühl zu entwickeln.

Zwei Monate lang hat Gustav Kuhn, unterstützt vom Dramaturgen Andreas Leisner, seine Inszenierung auf der Bühne des neuen Festspielhauses einstudiert und den Sängersolistinnen und -solisten bei der Erarbeitung ihrer Rollen größtmögliche Freiheit eingeräumt. Unter ihnen ragen besonders Giulio Boschetti (Wilhelm Tell), Ferdinand von Bothmer (Arnold), Anna Princeva (Mathilde), Bianca Tognocchi (Gemmy) und Giovanni Battista Parodi (Gessler) heraus.

„Guglielmo Tell“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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