NEOS Wien/Wiederkehr ad Alt-Wien: Krisenmanagement hat viel zu spät begonnen

Christoph Wiederkehr: Frauenberger hat hoch gepokert – auf Kosten der betroffenen Eltern und Kinder

Wien (OTS) - „Obwohl die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger bereits seit sechs Monaten in Verhandlungen mit dem Betreiber der „Alt Wien“-Kindergärten steht, wurden von ihrer Seite bis vor kurzem keine Schritte im Bereich der Krisenkommunikation eingeleitet. Die Probleme sind schon länger bekannt, und natürlich musste das Scheitern der Verhandlungen auch als Option betrachtet werden. Die Stadträtin hat aber weder die betroffenen Eltern zeitgerecht über eine potentielle Schließung der Kindergärten informiert, noch rechtzeitig einen alternativen Betreuungsplan für die Kinder erarbeitet. Stattdessen wurde in Kauf genommen, dass Eltern und Kinder erst diese Woche von der wahrscheinlichen Schließung innerhalb weniger Tage erfahren. Die Aufdeckung von Missständen nach den nun strenger gehandhabten Kontrollen der MA 10 darf nicht auf den Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen werden. Wir fordern deshalb Stadträtin Frauenberger auf, im Namen der Stadt Wien eine einjährige Bestandsgarantie für die betroffenen Plätze abzugeben“, so Christoph Wiederkehr, Bildungssprecher von NEOS Wien.

„Es kann von unserer Seite nur vermutet werden, dass Frauenberger auf diese Weise den Druck auf den Vorstand des Vereins „Alt Wien“ erhöhen wollte, die Bedingungen der Stadt Wien zur Fortzahlung von Fördergeldern für den laufenden Betrieb zu akzeptieren. Die Leidtragenden in diesem Verhandlungspoker sind die betroffenen Eltern und Kinder sowie die Angestellten der „Alt Wien“-Kindergärten. Die Eltern müssen darum bangen, ob ihre Kinder weiterhin in die gewohnte Gruppe gehen können bzw. im schlimmsten Fall steht zu befürchten, dass manche ab Montag überhaupt ohne Betreuungsplatz dastehen werden. Auch die zahlreichen Angestellten stehen vor der Arbeitslosigkeit“, zeigt sich Wiederkehr besorgt.

„Auch wenn ein möglicher Fördermissbrauch natürlich geahndet werden muss, so ist dennoch die vollkommen unzureichende Informationspolitik der Stadträtin aufs Schärfste zu kritisieren. Es ist daher völlig verständlich, wenn verärgerte Eltern, Angestellte und Sympathisanten ihrem Anliegen nach einer Lösung des Konflikts um die Betreuung ihrer Kinder bei einer Demonstration Nachdruck verleihen wollen“, so der Bildungssprecher.

Die Demonstration findet morgen, den 28. Juli 2016 ab 16:00 Uhr vorm Wiener Rathaus am Friedrich-Schmidt-Platz statt. NEOS steht hinter den Anliegen der Demonstration und hofft auf eine Lösung im Sinne aller Betroffenen.

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