Schwentner: Equal-Pension-Day macht soziale Spaltung der Gesellschaft sichtbar

Grüne: Lösungen müssen im Erwerbsleben und bei den Bundesmittel im Pensionssystem ansetzen

Wien (OTS) - „Kaum mehr als ein halbes Jahr brauchen männliche Pensionisten in Österreich, um die Jahrespension einer Frau zu verdienen“, stellt Judith Schwentner, Sozialsprecherin der Grünen, fest. „Der Equal-Pension-Day macht damit sichtbar, wie groß für Frauen die soziale Spaltung der Gesellschaft ist.“
Die Höhe der Frauenpensionen spiegelt die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern im Erwerbsleben wider. „Wer diese Ungerechtigkeit im Alter beenden will, muss daher im Erwerbsleben ansetzen. Dazu zählen neben höherer Transparenz und Kontrolle der Lohnhöhen auch Maßnahmen wie etwa eine Verteuerung von Mehr- und Überstunden, Arbeitszeitverkürzung, höhere Beteiligung von Vätern an der Betreuungs- und Erziehungsarbeit und Maßnahmen zur Zurückdrängung von Niedrigstlöhnen in Teilzeitjobs“, sagt Schwentner.

Es gibt aber auch im Pensionssystem selbst einiges zu tun, meint Schwentner: „Eine Aufteilung der Steuermittel über die verschiedenen österreichischen Pensionssysteme hinweg nach Köpfen statt nach Lebenseinkommenshöhen ist ein großer Beitrag zur Absicherung von Frauen im Alter, der keinen zusätzlichen Euro kostet. Das Pensionsmodell der Grünen leistet das.“

„Auch wenn viele die Realität – nämlich die soziale und berufliche Benachteiligung von Frauen - noch immer nicht wahrhaben wollen und kleinzureden suchen: Der Equal-Pension-Day zeigt deutlich auf, wo die Probleme von Frauen in dieser Gesellschaft liegen. Auch die Zukunft heute noch junger Frauen ist bedroht“, sagt Schwentner.

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