Aktuelle Studie: Neun von zehn Schlaganfällen verhinderbar

Wien (OTS) - Durch rechtzeitige Erkennung und Behandlung von Risikofaktoren sowie einen gesunden Lebensstil kann die Anzahl an Schlaganfällen deutlich reduziert werden. Das ist das aktuelle Ergebnis einer groß angelegten internationalen Studie.

An der Studie nahmen fast 27.000 Menschen in 32 Ländern1 teil. Rund 90 Prozent der untersuchten Schlaganfälle wären vermeidbar gewesen, hätten die Betroffenen gesünder gelebt. Das heißt konkret: rechtzeitige Erkennung und Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette und Vorhofflimmern sowie mehr körperliche Bewegung und gesunde Ernährung, weniger Nikotin- bzw. Alkoholkonsum und Reduktion des Übergewichtes.

Das Heimtückische ist, dass viele Betroffene nicht wissen, dass sie an „Vor“-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes leiden. Jeder vierte Erwachsene über 40 entwickelt im Laufe seines Lebens Vorhofflimmern (VHF).2 Die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, ist bei Patienten mit VHF fünfmal höher als bei Menschen ohne Vorhofflimmern.3

Schlaganfall ist Notfall!

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Daher gilt: Wer schnell handelt, kann Leben und Lebensqualität der Patienten retten. Deshalb sollten nicht nur Risikopatienten, sondern auch Angehörige bei Verdacht auf einen Schlaganfall unbedingt sofort den „FAST-Test“ durchführen. Die Abkürzung FAST kommt aus dem Englischen und steht für:

  • Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen, könnte eine schlaganfalltypische Halbseitenlähmung vorliegen.
  • Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Hat der Betroffene dabei Schwierigkeiten, kann das ein Schlaganfall-Anzeichen sein.
  • Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist das nicht möglich oder klingt die Stimme verwaschen bzw. undeutlich oder sind die Worte verdreht, ist das möglicherweise ein Anzeichen für einen Schlaganfall.
  • Time: Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute, um Leben zu retten oder bleibende Behinderungen zu vermeiden. Wählen Sie den Notruf 144 und schildern Sie die Symptome.

Mobile Notfall-Unterstützung für den Ernstfall bietet auch die Schlaganfall-Tirol-App des Tiroler Schlaganfallnetzwerkes. (https://www.tirol.gv.at/gesundheit-vorsorge/krankenanstalten/schlaganfall/schlaganfall-tirol-app/)

Das Verlagshaus der Ärzte führt, gemeinsam mit Experten aus dem Gesundheitswesen, laufend Informationskampagnen durch. Der aktuelle Schwerpunkt „Schlaganfall“ wird auch von Krone Hit Radio unterstützt.

Weitere Informationen:
www.schlaganfall-was-tun.at
www.medizinpopulaer.at

 

Referenzen:

1 O'Donnell M et al: The Lancet, 15. Juli 2016

2 Lloyd-Jones DM, Wang TJ, Leip EP, et al. Lifetime risk for development of atrial fibrillation: the Framingham Heart Study. Circulation 2004, 110:1042-6.

3 Saveliea I, et al. Stroke in atrial fibrillation: update on pathophysiology, new antithrombotic therapies, and evolution of procedures and devices. Ann Med 2007, 39:371-91.

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