Brandneue Fotos aus burgenländischer Fasanerie: Massentierhaltung, tote Tiere

VGT fordert absolutes Verbot des Aussetzens von Zuchttieren für die Jagd von der zuständigen burgenländischen Landesrätin Verena Dunst

Wien (OTS) - Bei der Zucht von Fasanen, Rebhühnern und Stockenten für die Jagd handelt es sich um eine typische Massentierhaltung, nur für Abschussbelustigungen. Brandneue Fotos einer Fasanerie im Burgenland zeigen, unter welchen Bedingungen diese Tiere in diesem Moment heranwachsen. Zahlreiche tote Tiere lagen in Säcken eingesammelt abholbereit für die Tierkörperverwertung. Die Kisten für den Tiertransport in die Jagdreviere sind bereits vorbereitet. Die Tiere in den Volieren warten nun darauf, im Herbst Schießbudenfiguren für den ehemaligen Adel und jene GroßgrundbesitzerInnen abzugeben, die an dieser perversen Feudaljagd Freude empfinden.

Die burgenländische Landesregierung erarbeitet momentan eine Reform des Jagdgesetzes, bei der es auch um dieses Aussetzen von Zuchtfasanen geht. In Wien wurde die gesamte Jagd auf Zuchttiere verboten, in der Steiermark nur die Jagd auf Stockenten, für Fasane und Rebhühner wurden Ausnahmen gemacht, allerdings lediglich in geringem Ausmaß, für Jungvögel aus der Region mit maximal 50 Tieren pro 100 Hektar, die bis 31. Juli ausgesetzt sein müssen. Der VGT fordert nun von der zuständigen Landesrätin Verena Dunst im Burgenland, zu ihrem Wort zu stehen und einen Paradigmenwechsel einzuläuten. Das Burgenland ist jenes Bundesland, in dem noch bei weitem am meisten Vögel aus der Massentierhaltung ausgesetzt werden. Aber selbst der burgenländische Jagdanbieter Esterhazy hat sich von dieser Praxis distanziert: „Sowohl die Veräußerung von Wildtieren, die aus Züchtung oder Haltung für jagdsportliche Zwecke stammen, als auch die Freilassung solcher Tiere für die Abhaltung von Jagden sind aus jagdethischer Sicht abzulehnen.“ Nun muss die Jagd auf „Kistlfasane“ verboten werden!

VGT-Obmann Martin Balluch: „Zweifellos gibt es noch Ewiggestrige unter den JägerInnen, die an der Feudaljagd festhalten wollen. Aber weder wagen sie es, sich öffentlich zu äußern, noch gibt es sie in signifikanter Zahl. Lediglich ihr Einfluss durch politische Netzwerke steht einem Verbot im Weg. Doch Österreich ist eine Demokratie, die Macht geht vom Volk aus. Und das will ohne Zweifel ein Ende dieser Tierquälerei. Daher plädieren wir an Landesrätin Dunst, sich nicht durch Einflüsterungen beeinflussen zu lassen, und ein richtungsweisendes Verbot der Jagd auf Zuchttiere auszusprechen, wie das in Wien bereits geschehen ist!“

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