Glatz: Strompreise erneut gestiegen - Pensionistenverband fordert: Weg mit der Ökostromabgabe für Privathaushalte!

Ökostrom-Abgabe seit 2009 von 34 auf 120 Euro gestiegen – Hauptverantwortlich für steigende Strompreise

Wien (OTS) - Der aktuelle Energiepreisindex der österreichischen Energie-Agentur zeigt, dass die Energiepreise im Juni stark gesunken sind – mit einer Ausnahme: Strom hat sich auch im Juni wieder verteuert! „Einer der Hauptgründe dafür, dass Strom trotz sinkender Großhandelspreise immer teurer wird, ist die horrende Ökostromabgabe für Privathaushalte. Seit 2009 ist die Ökostromabgabe für Privathaushalte von 34 auf 120 Euro gestiegen. Das entspricht einem Preisanstieg von unglaublichen 353!!! Prozent! Haushalte, die nur 25 Prozent des Stromverbrauchs ausmachen, zahlen 40 Prozent der Ökostromförderung! Nach mehr als 13 Jahren Ökostromförderung muss jetzt Schluss sein mit der Umverteilung!“, kritisiert Harald Glatz, Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs und stellt unmissverständlich klar: „ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner muss hier endlich eine Gesetzesänderung erwirken. Die Hauptlast der Ökostromförderung darf nicht mehr länger hauptsächlich von den Privathaushalten getragen werden!“. ****

„Das wirklich Absurde an den steigenden Strompreisen für Privatkunden ist, dass Strom auf den Weltmärkten in den letzten Jahren eigentlich immer billiger geworden ist. D.h. Energieanbieter können Strom deutlich günstiger einkaufen als noch vor z.B. sieben Jahren. Trotzdem zahlt ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt im Jahr 2016 deutlich mehr für Strom als noch vor sieben Jahren. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.500KWh, mussten 2009 noch 18,95 Cent pro KWh, d.h. insgesamt 663 Euro bezahlt werden. Heuer kostet Strom bereits 20,93 Cent pro KWh und damit insgesamt 733 Euro pro Jahr - also schon deutlich mehr! Dabei sind die Großhandelspreise in der gleichen Zeit um mehr als die Hälfte gesunken - von 66 auf 31 Euro pro Megawattstunde. Eine der Hauptverantwortlichen dafür: Die hohe Ökostromabgabe für Privathaushalte! Alleine im heurigen Jahr werden in Österreich 1,3 Milliarden Euro für die Ökostromförderung ausgegeben. Dazu kommen zusätzlich noch weitere indirekte Kosten, die ebenfalls der Förderung von Ökostrom zuzurechnen sind. Das sind z.B. Kosten für den Netzausbau (1,2 Mrd. Euro) oder auch Kosten für die Netzstabilisierung und Reservekapazitäten. Damit muss jetzt Schluss sein! Denn: Es ist völlig widersinnig warum Privathaushalte per Gesetz dazu verpflichtet werden die Hauptlast der Ökostromförderung zu tragen, obwohl letztlich Unternehmen davon profitieren! ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner muss diese Ungerechtigkeit raschest beenden!“, so Glatz abschließend. (Schluss)

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