„kreuz und quer“ über „Tausend Jahre Einfachheit – Die Benediktinerinnen von Girona“

Außerdem am 26. Juli: „Göttliche Frauen: Dispute und Wortgefechte“

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert „kreuz und quer“ am Dienstag, dem 26. Juli 2016, ab 22.35 Uhr in ORF 2 zunächst mit dem Film „Tausend Jahre Einfachheit – Die Benediktinerinnen von Girona“. Danach geht es ab 23.25 Uhr mit dem dritten Teil der „Göttlichen Frauen“ weiter.

„Tausend Jahre Einfachheit – Die Benediktinerinnen von Girona“, 22.35 Uhr

Manche Dinge ändern sich nicht – selbst innerhalb von tausend Jahren. In Girona, einer spanischen Stadt im Nordosten Kataloniens, liegt das Kloster St. Daniel. Nun steht ein ganz besonderes Jubiläum an: sein eintausendjähriges Bestehen – ein Meilenstein in der Geschichte, der nur wenigen Institutionen vorbehalten ist. Aus diesem ganz besonderen Anlass haben die dort lebenden Benediktinerinnen für den Film von Pere Solés und David Gimbernat die Tore von St. Daniel geöffnet und gewähren einen Einblick in ihr Leben.

Dabei erinnern sie sich, wie es war, als sie ins Kloster eintraten, wie ihre Familien darauf reagiert haben, und wie sie ihre erste Zeit der Eingewöhnung empfunden haben.
Auch im 21. Jahrhundert hat sich die „Work-Life-Balance“ der Nonnen kaum verändert. Der Tagesablauf ist von Gebeten und immer wiederkehrenden Tätigkeiten und Arbeiten geprägt. Dabei müssen die katalanischen Nonnen mit wenigen Mitteln auskommen. Und sie tun es mit Gelassenheit und Hingabe. Obwohl die technischen Neuerungen unserer Zeit auch vor den Pforten des Klosters nicht Halt gemacht haben, läuft das Leben in seinen Grundzügen so ab, wie schon seit vielen Jahrhunderten.

Diese einfühlsame Dokumentation zeigt eine Parallelwelt, an der nur wenige Menschen teilhaben. Solch eine Art zu leben wird immer seltener. Die Benediktinerinnen von St. Daniel haben sich mit ihrer ganzen Seele einem Leben hinter Klostermauern verschrieben. Doch sie sind deshalb keineswegs weltfremd. Die Nonnen teilen ihre Ängste und Sorgen, ihre Hoffnungen und Enttäuschungen. Freudvolle Momente und Mußezeiten gehören ebenso zum Alltag, wie auch eine gehörige Portion Humor.

In der einen oder anderen Weise ist das Klosterleben gar nicht so anders – geht es doch auch hier darum, dem Leben einen Sinn zu geben und mit den Schwierigkeiten des Alltags möglichst gut zurecht zu kommen – und das nun schon seit eintausend Jahren.

Göttliche Frauen: Dispute und Wortgefechte, 23.25 Uhr

Seit jeher haben Männer und Frauen das Bedürfnis verspürt, dem Diesseits und dem Jenseits einen Sinn zu geben. In der Beziehung zum Göttlichen haben Frauen immer schon eine zentrale Rolle gespielt – selbst in den patriarchal geprägten und dominierten Religionen. Doch dieser Teil der Geschichte wurde im Laufe der Zeit oft zum Verschwinden gebracht.

Welche Rolle spielten und spielen Frauen nun im Laufe der Geschichte in den verschiedenen Religionen? Welche Rolle spielten sie beim Entstehen sogenannter institutionalisierter Religionen? Dieser Frage geht die preisgekrönte Historikerin Bettany Hughes in dem Dreiteiler „Göttliche Frauen“ nach.

In der dritten und letzten Folge der bildgewaltigen Serie stellt Bettany Hughes bemerkenswerte Frauenfiguren vor, die sich allen Widerständen zum Trotz und in einer von Männern dominierten Welt behaupteten. Die Historikerin zeigt auf, wie für diese Frauen nicht nur die Religion, sondern vor allem auch Bildung und das geschriebene und gedruckte Wort zu lebenswichtigen Instrumenten wurden.

Bettany Hughes' Reise beginnt diesmal rund 500 Jahre nach Christi Geburt. Das Christentum ist die offizielle Religion des römischen Reiches und die Epoche wird von einer der kontroversiellsten und meistgeschmähten Frauen der Geschichte beherrscht: Theodora wird im 6. Jahrhundert in Konstantinopel geboren, dem heutigen Istanbul. Das römische Reich ist zweigeteilt. Rom fungiert als Hauptstadt im Westen, Konstantinopel im Osten. Die Historikerin spürt in Istanbul dem Leben jener schillernden Frau nach: Theodoras unglaubliche Geschichte führt sie vom untersten Ende der sozialen Rangleiter bis an die Seite von Justinian, mit dem sie gemeinsam als Kaiserin über das oströmische Reich herrschen und ihre Gesellschaft durch massive Reformen nachhaltig verändern wird.

Von Konstantinopel geht die Reise der Historikerin weiter nach Osten. In einer anderen Welt sucht Bettany Hughes nach den Spuren einer weiteren bemerkenswerten Frau. Rund 100 Jahre nach Theodora wird eine Frau geboren, die über das chinesische Reich herrschen wird und sich in ihrem Machtstreben zum Buddhismus wendet. Wu Zetian – in China berühmt, im Westen jedoch kaum bekannt – macht sich die Religion zunutze, um ihren Einfluss und ihre Macht zu sichern. Und sie bedient sich dabei auch einer ganz neuen Technik, um das geschriebene Wort für ihre Zwecke zu nutzen. Lange vor der ersten gedruckten Bibel in Europa werden in China bereits buddhistische Schriften gedruckt.

„kreuz und quer“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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