„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2016 geht an Margit Schreiner

Jury: „Kluge Chronistin unserer Alltagskultur“ – Übergabe des mit 15.000 Euro dotierten Anton-Wildgans-Preises im November 2016 im Haus der Industrie

Wien (OTS) - Die Schriftstellerin Margit Schreiner erhält den von der österreichischen Industrie gestifteten „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ 2016. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird bereits seit 1962 von einer unabhängigen Jury vergeben und wird im November 2016 vom Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, im Wiener Haus der Industrie überreicht. „Wir freuen uns mit Margit Schreiner und gratulieren bereits jetzt herzlich“, betonte Neumayer. Die Begründung der Jury für die Auswahl der Schriftstellerin: „Margit Schreiner ist eine kluge Chronistin unserer Alltagskultur, die sie nuanciert und auch befreiend komisch literarisch verarbeitet. Die welterfahrene Schriftstellerin fühlt dabei großen Themen wie Familie und Geschlechterrollen immer wieder überraschend nach und spielt souverän mit Erwartungshaltungen und dem Potential der Enttäuschung. Ihre Literatur porträtiert Aspekte unserer Gesellschaft basierend auf einem analytischen Blick mit der Leichtigkeit meisterhaft erzählter Geschichten.“

Margit Schreiner, geboren 1953 in Linz, Oberösterreich, besuchte dort die Schule, maturierte 1971 und studierte anschließend Germanistik und Psychologie an der Universität Salzburg. Nach einem Aufenthalt in Tokio zwischen 1977 und 1980 brach sie ihr Studium ab, um sich dem Verfassen literarischer Texte zu widmen. Seit 1983 ist Margit Schreiner freie Schriftstellerin, 1990 vergab die Republik Österreich ein Literaturstipendium an sie. Nach Aufenthalten in Paris, Berlin und Italien lebt die Autorin seit 2000 wieder in Österreich. Margit Schreiners bisheriges Schaffen umfasst Werke wie „Die Unterdrückung der Frau, die Virilität der Männer, der Katholizismus und der Dreck“ (1995), „Haus, Friedens, Bruch“ (2009) oder „Das menschliche Gleichgewicht“ (2015).

Die unabhängige Jury des „Literaturpreises der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“ setzt sich aus Prof. Marianne Gruber (Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur), Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner (vorm. Leiter des Brenner-Archivs an der Universität Innsbruck) und Barbara Neuwirth (Schriftstellerin) zusammen. Der Preis wird auf Vorschlag der unabhängigen Jury einem Schriftsteller oder einer Schriftstellerin der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft verliehen, „dessen oder deren Werk von hervorragender Relevanz für die literarische und gesellschaftliche Korrelation unserer Zeit ist.“ Er gehört zu den renommiertesten österreichischen Literaturpreisen. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich eine Reihe von prominenten Autorinnen und Autoren der Zweiten Republik wie Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Michael Köhlmeier, Arno Geiger, Barbara Neuwirth, Sabine Gruber, Olga Flor, Norbert Gstrein und Erich Hackl.

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