ORF-Kandidat Grasl in ÖSTERREICH: "Zechner wäre bei mir Fixstarterin für Programmdirektion, wenn sie will."

Beide Anwärter auf ORF-Chefposten im ÖSTERREICH-Interview. Amtsinhaber Wrabetz: Grasls "ZIB-Bashing im Wahlkampf bedauerlich."

Wien (OTS) - Im Interview für die Montagsausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH nennt der bisherige ORF-Finanzchef Richard Grasl, der sich am 9. August für den Posten des Generaldirektors bewirbt, einen konkreten Namen seines Wunsch-Teams. Grasl: "Es gibt für jede Funktion zwei bis drei Bewerberinnen und Bewerber", aber: "Wenn Kathrin Zechner sich in meinem Konzept wiederfindet und will, wäre sie für die Programmdirektion eine Fixstarterin."

Er arbeite derzeit an seinem Bewerbungsschreiben. Die Schwerpunkte sind, so Grasl: "Die neue gemeinschaftliche Führungsstruktur des ORF, die ich vorgeschlagen habe, viele neue Programmideen und eine große Informationsoffensive. Ich will die Zahl der Sendungen deutlich erhöhen, vor allem auf ORF 1. Da ist mir derzeit vieles zu beliebig und verwechselbar."

Der Ausbau der Information ist auch ein großes Anliegen von Amtsinhaber Alexander Wrabetz. Seine Schwerpunkte, so Wrabetz: "Mehr Information, mehr Kultur, umfassenden Sport und österreichische Unterhaltung."

Die ORF-Information sieht Wrabetz weit weniger kritisch als sein Mitbewerber: "Der ORF hat noch nie soviel TV-Information geboten wie heute und wir haben Bestwerte bei der ZIB und anderen Info-Sendungen. Wenn hin und wieder ein Fehler passiert, lernen wir daraus. Das nun aus durchsichtigen Wahlkampfgründen auf Basis von Einzelfällen veranstaltete ZIB-Bashing ist sehr bedauerlich."

Grasls Vorschlag eines rot-weiß-roten Spartenkanals (Grasl: "Mit ausschließlich österreichischen Filmen, Serien und Dokus.") kann Wrabetz wenig angewinnen: "Ich werde ORF III ausbauen, das hat Priorität vor einem Abspielkanal für Sendungen aus den Archiven der Bundesländer. Meine nun von Grasl übernommene Idee eines Bundesland-Kanals ist derzeit nicht finanzierbar, da hat ORF III Priorität."

Seine derzeitige Zusammenarbeit mit Grasl sei professionell, aber, so Wrabetz: "Die Versuche, unsere Journalisten zu diskreditieren und die negativen Aussagen durch sein Old-Boys-Network erleichtern es nicht gerade."

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