Abstimmung zu „Siemensäcker“: SPÖ stimmt klar für sozialen Wohnbau

Wien (OTS/SPW) - Die Bebauung des ehemaligen Industriegebietes „Siemensäcker“ führte in der Floridsdorfer Bezirksvertretungssitzung vom 20. Juli 2016 zu einem sonderbaren Ergebnis. Obwohl sich in Wahlkampfzeiten alle Parteien für mehr günstigen Wohnraum aussprechen, so wurde doch von FPÖ, ÖVP und Neos gegen den Bau von über 1100 Wohnungen gestimmt. Die SPÖ stimmt klar für das Wohnprojekt und die Verbesserung der Infrastruktur durch eine Autobuslinie, eine neue Straße, einen Kindergarten und einen 12.000 m² großen Park.

Frühzeitige Partizipation

Bürgerinnen- und Bürgereinbindung war ein wichtiger Faktor und so wurden die Obleute der benachbarten Kleingartensiedlungen frühzeitig im Jahr 2014, noch vor der Flächenwidmung, in den Planungsprozess eingebunden. Viele Diskussionspunkte konnten im Sinne der Anrainerinnen und Anrainer geändert werden, wie etwa eine nicht so nahe Bebauung. So wurde auf einen Abstand zu den Siedlungen von 15 Metern geachtet. Auch die Gebäude am Randbereich des Geländes werden niedriger, damit es zu keiner Beschattung kommt. Beginnend mit kleineren Gebäuden von 9 Meter Höhe wird es erst im Bereich, der an das Siemensgelände anschließt, die drei Gebäude mit 35 Meter geben. Auf dem Siemensgelände selbst steht ein Gebäude mit 55 Meter Höhe.

Kompromissloser Protest und Fundamental-Opposition

Doch einige unzufriedene Protestführer wollten eine massive Reduktion der Wohnungen und der Bauhöhen. Dafür wurde jedes noch so skurrile Argument verwendet, wie etwa dass Bomben aus dem 2. Weltkrieg vermutet wurden. Dass jedoch gerade durch die Bauarbeiten solche Altlasten erst entfernt würden, wollte nicht gehört werden. Auch eine Sichtachsen-Berechnung, wonach die Gebäude keine massive Beeinträchtigung wären, wollte nicht akzeptiert werden.

Vorrang für sozialen Wohnbau

Diese Fundamental-Opposition würde jedoch dazu führen, dass die Wohnungen sehr teuer werden. Denn weniger Höhe würde weniger Grünraum oder weniger Wohnungen bedeutet. Weniger Wohnungen wiederum bedeuten, dass alles teurer wird. Hier hat Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Ilse Fitzbauer (SPÖ) einen klaren Standpunkt eingenommen: „Uns ist leistbarer und qualitätsvoller Wohnbau sehr wichtig. Im Sinne der Partizipation kann immer nach einer guten Lösung für alle gesucht werden. Aber es gibt einen Punkt, wo wir daran denken müssen, dass es mehr Wohnbau in Wien braucht.“

Heuchelei von FPÖ, ÖVP und Neos

„Alle wissen, dass es mehr Wohnbau in Wien braucht, aber hier wird sozialer Wohnbau verhindert. In ihren Wahlprogrammen zur Wien-Wahl fordern alle Parteien mehr Wohnbau, aber dieses Wahlversprechen wird gebrochen!“, zeigt sich SP-Klubvorsitzender Bernhard Herzog verärgert. „Sozialer Wohnbau darf nicht durch kompromisslose Einstellungen behindert werden, denn das geht auf Kosten der gesamten Bevölkerung. Wir werden auch weiterhin für mehr und leistbare Wohnungen kämpfen“, verspricht Herzog.

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