Lichtenecker/Maurer: Evaluierung der Forschungsprämie läuft Gefahr zur Farce zu werden

Grüne fordern professionelle Neuausschreibung

Wien (OTS) - Letzte Woche hat der Nationalrat einstimmig die Evaluierung der Forschungsprämie beschlossen. Nun wurde bekannt, dass die Ausschreibung dafür schon vor Wochen erfolgte - und zwar in einer Form die stark zu hinterfragen ist. "Die Evaluierung der Forschungsprämie ist eine langjährige Forderung der Grünen, daher erwarten wir uns eine professionelle und durchdachte Vorgangsweise", sagt Ruperta Lichtenecker, Forschungssprecherin der Grünen. "Jetzt soll im Schnellverfahren mit unzureichenden Daten und viel zu geringem Budget evaluiert werden - damit besteht die Gefahr, dass die Evaluierung zur Farce wird. Zudem ist die Vorgangsweise des Ministeriums äußerst befremdlich".

Mit 500 Millionen hat die Forschungsprämie ein beträchtliches Volumen, ihre Wirkung ist allerdings umstritten. "Seit vielen Jahren empfehlen die ExpertInnen eine Evaluierung. Nun werden viele von ihnen gar kein Angebot legen, weil die Ausschreibung keine professionelle Vorgangsweise ermöglicht", kritisiert Sigrid Maurer, Wissenschaftssprecherin der Grünen. "Die Praxis, dass keine öffentliche Ausschreibung erfolgt, weil das Projekt unter der Grenze von 100.000 Euro abgewickelt werden soll, verstärkt den Eindruck, dass es den Ministern nur um das schnelle Abwickeln einer lästigen Forderung statt um eine ernsthafte Evaluierung geht".

Die Grünen fordern die zuständigen Ministerien auf, eine professionelle Neuausschreibung mit ausreichender Dotierung und einem seriösen Zeitplan vorzunehmen.

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