ORF III am Wochenende: Von Mao bis Tosca

Außerdem: „Kabarett im Turm“ mit Jürgen Vogl, „Ein brennender Sommer“ im „euro.film“, „Liebeskrieg nach Noten“ in „Operette sich wer kann“ u. v. m.

Wien (OTS) - Vor fünfzig Jahren begann in der Volksrepublik China die „Große proletarische Kulturrevolution“ – sie sollte die bröckelnde Macht des Diktators Mao Tse-tung stärken. ORF III gestaltet aus diesem Anlass am Samstag, dem 16. Juli 2016, einen dreiteiligen „zeit.geschichte“-Schwerpunkt über den chinesischen Politiker, der bis heute polarisiert.
„Warum habe ich alles und nicht mehr?“ fragt Jürgen Vogl zum Abschluss in einer neuen Ausgabe der ORF-III-Kleinkunstreihe „Kabarett im Turm“ (22.45 Uhr) aus dem Wiener Ringturm.

Zur Einstimmung auf die Eröffnung der Bregenzer Festspiele am 20. Juli, die ORF 2 und 3sat live überträgt (Dakapo um 18.25 in ORF III), zeigt „Erlebnis Bühne“ am Sonntag, dem 17. Juli, „Ludwig van Beethovens 9. Symphonie“ (18.45 Uhr) unter dem Dirigat von Karl Böhm von der Eröffnung des Bregenzer Festspielhauses im Jahr 1980. Im Hauptabend präsentiert „Erlebnis Bühne“ schließlich die Aufzeichnung von Giacomo Puccinis „Tosca“ (20.15 Uhr) unter der Regie von Philipp Himmelmann aus dem Jahr 2007. Das spektakuläre Bühnenbild von Johannes Leiacker machte die Bregenzer Seebühne damals zum Schauplatz des James-Bond-Films „Ein Quantum Trost“.
Zur musikalischen Einstimmung am Nachmittag führen Johannes Heesters und Marte Harell in „Operette sich wer kann“ einen temperamentvollen „Liebeskrieg nach Noten“ (17.10 Uhr).
Den Abschluss des Programmabends macht Philippe Garrels vielschichtiges Liebesdrama „Ein brennender Sommer“ (22.25 Uhr) aus dem Jahr 2011. Sohn Louis Garrel überzeugt in der Rolle des tragischen Helden Frédéric, der an seiner Eifersucht gegenüber seiner Frau Angèle – gespielt von Monica Bellucci – zerbricht.

Details zum „zeit.geschichte“-Abend über Mao Tse-tung am Samstag, dem 16. Juli:

Die Dokumentation „Mao Tse-tung – Der chinesische Diktator“ (20.15 Uhr) blickt zu Beginn auf die mehr als dreißig Jahre währende Herrschaft des kommunistischen Autokraten zurück, der – obwohl er für den Tod von möglicherweise mehr Menschen verantwortlich gemacht werden kann als Hitler und Stalin gemeinsam – bis heute eine Art Kultfigur geblieben ist.
1958 leitete Mao Chinas „Großen Sprung nach vorn“ ein. Das Vorhaben scheiterte und eine schreckliche Hungersnot kostete mindestens 35 Millionen Menschen das Leben. Basierend auf bisher unveröffentlichten Aussagen von Überlebenden, seltenem Archivmaterial und Interviews mit führenden Historikern fragt der Film „Mao und die große Hungersnot“ (21.00 Uhr), wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte.
1964, während der Herrschaft Mao Tse-tungs, verliebte sich der Angestellte der französischen Botschaft in Peking, Bernard Boursicot, in die schöne Chinesin Shi Pei Pu. Diese ist in Wahrheit ein Mann und wurde vom chinesischen Geheimdienst auf ihn angesetzt. In der mehr als 20 Jahre anhaltenden Affäre gibt Boursicot mindestens 150 geheime Dokumente an Shi Pei Pu weiter. In der Dokumentation „Ein Spion in Peking“ (21.50 Uhr) äußert sich Boursicot erstmals selbst zu seiner unglaublichen Geschichte.

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