Jungbauern-Obmann Kast: Bauern-Bashing der Arbeiterkammer geht weiter

Jungbauernschaft appelliert an die Vernunft: AK handelt auch gegen eigene Mitglieder

Wien (OTS) - Aufgrund eines Berichts im Teletext des Österreichischen Rundfunks (ORF) zeigt sich der Obmann der Österreichischen Jungbauernschaft, Stefan Kast, erbost. Hintergrund: Im erwähnten Artikel spricht sich die Arbeiterkammer gegen den Erlass der Beiträge eines Sozialversicherungs-Quartals aus. Von einem "Geschenk an die Bauern" ist darin die Rede. Dazu Kast: "Wie realitätsfern hier die Funktionäre der Arbeiterkammer agieren, macht mich sprachlos." Er weiß: "Seit dem Jahr 2011 ist das landwirtschaftliche Einkommen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern um ein Drittel gesunken. Von 2014 auf 2015 gab es sogar ein Minus von 17%. Auch die verheerenden Schäden in diesem Jahr verheißen für 2016 nichts Gutes. Daher ist der gänzliche Erlass eines Quartals ein Schritt ohne jegliche Alternative."

"Bauern-Bashing der Arbeiterkammer geht weiter"

Verwundert zeigen sich die Jungbauern über die Vorgehensweise. "Die Arbeiterkämmerer werfen mit Schlagzeilen um sich, ohne zu bedenken, dass sie damit auch zahlreiche ihrer eigenen Mitglieder verunglimpfen. Schließlich sind über 55% der Bauern im Nebenerwerb (in absoluten Zahlen: 91.560 Betriebe) tätig. Das heißt, sie beziehen zu ihren landwirtschaftlichen Einkünften noch ein weiteres Einkommen aus selbstständiger, vor allem aber aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit, um über die Runden zu kommen. Die Arbeiterkammer betreibt Bauern-Bashing auf den Rücken der eigenen Mitglieder!", zeigt sich Jungbauern-Generalsekretär David Süß fassungslos.

Einkünfte der Bauern gehen weiter zurück - Viertes Einkommensminus in Folge

"Während es bei den Lohnverhandlungen der Arbeitnehmer immer nur darum geht, wie hoch die Erhöhung des Einkommens im nächsten Jahr sein wird, kämpfen unsere Bauern ums Überleben", berichtet Süß. Er beruft sich auf die aktuellen Zahlen des "Grünen Berichts", dieser weist das vierte Einkommensminus in Folge aus. Zurzeit liegt das durchschnittliche Einkommen bei 19.478 Euro je Betrieb. Auch für das laufende Jahr ist keine Besserung zu erwarten, schließlich zeigte der Klimawandel mit Überschwemmungen, Hagel und Frost seine ersten Auswirkungen. "Hier ist der Landwirt machtlos, schließlich hat er seine Werkstatt unter freiem Himmel", so Kast weiter.

"Schulterschluss für die Landwirtschaft notwendig"

"In Zeiten wie diesen müssen wir alle gemeinsam zusammenrücken und die heimischen Landwirte unterstützen. Schließlich profitieren alle Österreicher von gesunden, günstigen und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln." Um diese Versorgung auch in Zukunft zu gewährleisten, fordert Stefan Kast abschließend alle Beteiligten zu einem Schulterschluss für die Landwirtschaft auf.
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