AK 2: Ein Bild sagt mehr … – Achtung, im Internet lauern Fallen!

Wie Sie mit digitalen Fotos in der Cloud und in sozialen Netzwerken umgehen

Wien (OTS) - Ein Urlaubsfoto geschossen – Sekunden später auf Facebook oder Instagram für Freunde gepostet oder in die Cloud gestellt. Wer seine digitalen Fotos in den sozialen Medien oder in der Cloud lagert, sollte sich mit den Geschäftsbedingungen der Anbieter vertraut machen! Die AK gibt Tipps, um böse Überraschungen zu vermeiden.

+ Außer Kontrolle: Laden Sie in Cloud-Diensten und sozialen Netzwerken keine sensiblen Daten hoch. Sie geben dadurch ein Stück weit die Kontrolle aus der Hand, wer darauf Zugriff hat und was mit den Daten passiert.

+ Ins Bild gerückt: Veröffentlichte Fotos dürfen die abgebildeten Menschen nicht „bloßstellen“ oder „herabsetzen“. Haben Sie Zweifel, fragen Sie nach und holen eine Zustimmung der/des Betroffenen ein. Stellen Sie fremde Fotos ins Netz, müssen Sie immer die Zustimmung einholen – am besten schriftlich.

+ Teilen gehört dazu: Teilen Sie fremde Fotos im Internet, brauchen Sie grundsätzlich die Zustimmung des Urhebers. Bei im Internet hochgeladenen Fotos liegt nicht automatisch eine (stillschweigende) Einwilligung zur Nutzung durch Dritte vor. Wer in sozialen Netzwerken Inhalte teilt, stimmt jedenfalls zu, dass auch Dritte diese teilen dürfen.

+ Falle Urheberrecht: Fotos von urheberrechtlich geschützten Werken wie Gemälden, Plakaten oder Designermöbeln dürfen ohne Zustimmung nicht veröffentlicht werden.

+ Verbote beachten: Museen oder Galerien dürfen frei darüber entscheiden, ob Sie als Besucher/in Fotos machen dürfen. Beachten Sie Hinweise auf Fotografierverbote.

+ Sicher ist sicher: Wählen Sie ein sicheres Passwort und nutzen Sie die Sicherheitsvorkehrungen des Anbieters – die Zwei-Faktor-Authentifizierung (also zusätzlich zum Passwort eine weitere Authentifizierung, etwa per SMS) und die jeweiligen Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre.

+ Alternative einrichten: Speichern Sie Fotos nicht nur in Cloud-Diensten und sozialen Netzwerken ab. Richten Sie ein Backup ein – geeignet dazu ist eine externe Festplatte.

+ Abgemahnt, was tun? Ignorieren Sie nie eine anwaltliche Abmahnung, sonst könnte ein teures Gerichtsverfahren drohen. Da die Schadenersatzforderungen oft überhöht sind, empfiehlt es sich, die AK, einen Anwalt/eine Anwältin oder den Internet Ombudsmann (www.ombudsmann.at) zu kontaktieren.

SERVICE: Die AK Analyse „Meine Urlaubsfotos im Netz“ und mehr Tipps finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Doris Strecker
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