ASFINAG: Männer neigen eher zu Auffahrunfällen, Frauen zu Abkommensunfällen!

Unfalltypen in Studie analysiert; jüngere Lenker sind überproportional Unfallverursacher

Wien (OTS) - Im Rahmen der ASFINAG-Verkehrssicherheits-Kampagne „Fair lenken – an andere denken!“ hat die ASFINAG auch eine wissenschaftliche Aufarbeitung aller Unfälle mit Personenschaden in Auftrag gegeben. Analysiert wurden dabei alle Unfalldaten auf Autobahnen und Schnellstraßen der Jahre 2012 bis 2014. Die Studie unter Leitung von Wolfgang J. Berger vom Institut für Verkehrswesen der BOKU Wien brachte dabei teilweise erstaunliche Ergebnisse:

  • Mehr als die Hälfte der von Frauen verursachten Pkw-Unfälle sind Alleinunfälle durch Abkommen von der Fahrbahn (54 Prozent), bei Männern sind es nur 43 Prozent. Andererseits neigen Männer eher dazu, Auffahrunfälle zu verursachen (42 Prozent Männer, 31 Prozent Frauen.
  • Statistisch signifikante Unterschiede gibt es auch hinsichtlich des Alters, und zwar bei Frauen und Männern gleichermaßen: Pkw-Lenker bis 24 Jahre sind überproportional Hauptverursacher von Unfällen. Die relative Gefahr einen Unfall zu verursachen, ist auch noch bis zu einem Alter von 34 Jahren höher als bei älteren, erst danach sinkt dieses Risiko. Ab 65 Jahren ist wieder ein Anstieg zu verzeichnen.
  • Und auch regionale Unterschiede sind den Studienautoren aufgefallen. Unter allen Hauptverursachern eines Unfalls als Pkw-Lenker sind im Burgenland (72 Prozent Männer, 28 Prozent Frauen) und in Wien (69 Prozent männer, 31 Prozent Frauen) deutlich mehr Männer als Frauen. In Kärnten und in der Steiermark ist der vergleichsweise höchste Prozentanteil von Frauen (rund 40 Prozent).
  • Von den insgesamt etwa 5000 Unfällen, bei denen ein Hauptverursacher festgestellt werden konnte, sind zwar Männer deutlich in der Überzahl (ca. 70 Prozent). Bezogen auf die Nutzung der Autobahn – Männer legen auf Autobahnen in Österreich weit mehr Kilometer zurück als Frauen – besteht aber fast kein Unterschied zwischen den Geschlechtern. Das „relative Unfallverursachungsrisiko“ ist zwischen Männern mit 43,2 und Frauen mit 42,5 Prozent nämlich fast ident. Dieses relative Unfallverursachungsrisiko besagt zum Beispiel, dass 42,5 Prozent aller unfallbeteiligten Lenkerinnen, den Unfall auch verursacht haben.

Ziel der Studie ist es, abgrenzbare Typen von Autobahnbenutzern ausfindig zu machen, die zu unterschiedlichem Risikoverhalten neigen. Damit soll die künftige Verkehrssicherheits-Arbeit zielgruppenspezifischer gestaltet werden können. 

Verkehrssicherheits-Kampagne für mehr Sicherheit durch faires Verhalten

Die Ziele der ASFINAG mit der Kampagne „Fair lenken – an andere denken“ sind ebenso klar: respektvoller Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern und grundsätzlich mehr Gelassenheit hinter dem Steuer. Das soll für noch mehr Sicherheit auf Autobahnen und Schnellstraßen sorgen.

Denn: 37 Prozent aller Unfälle auf Autobahnen und Schnellstraßen werden durch Ablenkung oder Unachtsamkeit verursacht. Zu hohe Geschwindigkeit (17 Prozent) oder zu geringer Sicherheitsabstand (11 Prozent) sind weitere Hauptursachen.

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