Mitterlehner: Österreich konsequent an die Innovationsspitze führen

European Innovation Scoreboard 2016 bringt Verbesserung auf Platz 10 - Nachholbedarf bei Venture Capital und Marktumwandlung von Wissen

Wien (OTS/BMWFW) - Österreich hat sich im heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten European (Union) Innovation Scoreboard 2016 um einen Platz verbessert und liegt nun auf Platz zehn. „Der Innovationsstandort Österreich liegt unter den Top Ten in Europa. Allerdings haben wir immer noch Aufholbedarf, um in die Spitzengruppe der Innovation Leader zu kommen und an diesem Ziel werden wir konsequent weiterarbeiten“, so Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Die Länder im Scoreboard sind eingeteilt in die "Innovation Leader" (SE, DK, FI, DE, NL), in die "Strong Innovators" (früher "Innovation Followers": IE, BE, UK, LU, AT, FR, Sl), in die "Moderate Innovators" (wie CY, EE, MT, CZ, IT EL, PT, ES etc.) und in die "Modest Innovators" (BG, RO).

Österreich hat sich rangmäßig in sechs Dimensionen verbessert (Humanressourcen, Finanzierung und Förderung, Investitionen von Unternehmen, Entrepreneurship, Intellektuelles Vermögen, Innovatoren.) „Wir haben unsere Stärkefelder weiter ausgebaut und einige Schwächen verringert. Gerade der Unternehmenssektor leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Unsere Firmen liegen etwa bei den F&E-Investitionen unter den Top drei in der EU und auch bei den Exporten technologisch anspruchsvoller Sachgüter sind wir im Spitzenfeld. Das unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der heimischen Wirtschaft“, so Mitterlehner. Um Innovationen voranzutreiben kooperieren österreichische Unternehmen stark mit externen Partnern wie Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen. Zu beobachten ist auch, dass es bezüglich Schutz und Nutzung von geistigen Eigentum einen hohen Bewusstseinsstand der österreichischen Akteure gilt, hier liegt Österreich unter den fünf besten Ländern in der EU. Deutlich über dem EU-Schnitt (= 100) sind die Bereiche F&E-Ausgaben privater Sektor (162), Gemeinschaftshandelsmarken (156), Innovative KMU mit Kooperationen (148), oder eben auch internationale (PCT) Patentanmeldungen (144).

Im Bereich der wissenschaftlichen Grundlagenforschung, ein Grundelement für künftige Innovationen, liegt Österreich ebenfalls im EU-Spitzenfeld. Bei wissenschaftlichen Arbeiten, die weltweit am häufigsten zitiert werden, katapultiert sich Österreich vom zehnten auf den fünften Platz und bei gemeinsam von Wissenschaft und Wirtschaft veröffentlichten Arbeiten befindet sich Österreich unter den sieben besten Ländern in der EU. Aber auch in den Bereichen, bei denen Österreich unter dem EU Durchschnitt liegt, gibt es Verbesserungen. So ist bei den Exporten von wissensintensiven Dienstleistungen, oder Bevölkerungsanteilen mit tertiärer Ausbildung eine deutlich positive Veränderung zu beobachten. „Die exzellente Forschungsleistung, die an unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen erbracht wird, ist der Grundstein für künftige Innovationen. Daher haben wir die Budgets dieser Einrichtungen gesteigert und mit Sonderdotierungen wie Österreichfonds und aktuell der Umwandlung der Bankenabgabe investieren wir weitere Mittel in die Zukunft“, sagt Mitterlehner

Nachholbedarf gibt es laut der aktuellen Erhebung vor allem bei der Umsetzung von neuen Ideen auf dem Markt oder auch bei ergänzenden Finanzierungsmodellen wie Venture Capital sowie bei Doktoratsstudierenden aus Nicht-EU-Staaten. Schon jetzt ist der Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich sehr attraktiv, wie man nicht zuletzt an der hohen Anzahl von internationalen Bewerbungen beim IST Austria sowie an der hohen Anzahl an ERC-Stipendiatinnen und Stipendiaten mit nicht österreichischer Staatsbürgerschaft sieht. Um noch mehr der Besten Talente nach Österreich zu holen bzw. hier zu halten, speziell im PhD-Bereich an den Universitäten, soll gemäß Regierungsprogram die Rot-Weiß-Rot-Karte weiterentwickelt werden. „Österreich hat die dritthöchste Forschungsquote der EU, aber Geld allein schafft keine Innovationen. Daher müssen wir die Effizienz und den Output der bestehenden Systeme steigern und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft weiter vorantreiben. Durch die bereits gesetzten Maßnahmen und die kontinuierlichen Anstrengungen aller Akteure sollten wir in der Lage sein, den positiven Trend langfristig fortzusetzen“, verweist Mitterlehner etwa auf die bisherigen zusätzlichen Mittel für Wissenschaft und Forschung, aktuelle Maßnahmen für Start Ups, gesetzliche Ausweitungen für alternative Finanzierungen, Wissenstransferzentren oder die Erhöhung der Forschungsprämie von zehn auf zwölf Prozent.

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