Linien- und Fernbusse: Bestbieterkriterien anwenden!

Postbus-Betriebsrat fordert erneut: „Stopp der Lohndrückerei bei der Ausschreibung von Buslinien!“

Wien (OTS) - Europa wächst immer stärker zusammen. Der Transportsektor mit mehr als elf Millionen Beschäftigten in der europäischen Volkswirtschaft erzeugt nahezu fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dabei geraten Lohn- und Arbeitsbedingungen immer mehr unter Druck.++++

„Ein vereintes Europa kann nicht auf Kosten fairer Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und zu Lasten der Sicherheit für die Passagiere funktionieren“, sagt Robert Wurm, Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der ÖBB-Postbus GmbH.

Und: „Die Lohndrückerei durch das Billigstbieterverfahren bei der Ausschreibung von Buslinien muss beendet werden! Sonst verkommt die Busbranche zum Billiglohnsektor“, befürchtet Robert Wurm. Daher verlangt der Postbus-Betriebsrat eine Reform des Vergaberechts. Qualität soll vor Billigstpreis kommen. Das Bestbieter-Prinzip mit klar definierten Sozialkriterien muss das Billigstbieter-Prinzip bei öffentlichen Aufträgen ablösen. Das empfiehlt auch der Leitfaden des Verkehrsministeriums zu Qualitäts- und Sozialstandards.

Das ist den Gewerkschaftern immer noch zu wenig: „Es muss eine verbindliche Berücksichtigung geben, sonst kommt über kurz oder lang der Qualitätsanbieter Postbus samt seinen Beschäftigten unter Druck. So wie bei öffentlichen Bauaufträgen muss auch im Verkehrssektor das Bestbieterprinzip gelten“, sagt Robert Wurm.

Mindestforderungen:
+ Europaweit gezielte Bekämpfung von Sozialdumping
+ Überarbeitung der Arbeitnehmer-Entsenderichtlinie
+ Gleiche Entlohnung und Arbeitsbedingungen unabhängig vom Ursprungsland
+ EU-weite Mindestkontrollen bei allen Verkehrsträgern

„Wir Postbus-Betriebsräte wünschen dem 'Hellö'-Fernbus einen guten Start und erwarten von der ÖBB-Fernbus GmbH selbstverständlich die Einhaltung der Bestbieterkriterien. Es geht um Fairness für die Bediensteten, damit von Anfang an auch für die Fahrgäste beste Qualität gewährleistet ist“, sagte Robert Wurm abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Robert Wurm
Zentralbetriebsratsvorsitzender ÖBB-Postbus GmbH
Telefon: +43 1/93000-43900
Mobil: +43 664/624 39 00
Fax: +43 1/93000-25165
mailto: robert.wurm@postbus.at
http://www.postbus.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0003