Hände weg von der Wohnbeihilfe!

Laut der aktuellen Studierenden Sozialerhebung sind die Mietpreise in den letzten Jahren österreichweit um 11% gestiegen. Wohnbeihilfen werden aber gekürzt oder gestrichhen.

Wien (OTS) - Die Mietzinsbeihilfe ist für tausende Menschen Existenz sichernd. Mit ihrer Kürzung oder de facto Streichung, wie dies nun in Innsbruck oder Graz der Fall ist, treibt man Menschen immer mehr in die Armut. Vor allem bereits armutsgefährdete Gruppen wie Alleinerzieher_innen, Mindestpensionsbezieher_innen oder Studierende trifft das am härtesten.

„Die steirische Landesregierung hat keine Ahnung von der Lebensrealität von Studierenden! Exponentiell steigende Lebenshaltungskosten und Mietpreise machen es für die meisten Studierenden schon mit Nebenjob schwer über die Runden zu kommen. Eine Landesregierung mit sozialem Gewissen darf hier nicht den Sparstift ansetzen“, zeigt sich Felix Schmid Vorsitzender des Verbands Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) Graz empört.

„Die Streichung der Mietzinshilfe für Studierende, die nicht drei Jahre ihren Hauptwohnsitz in Innsbruck haben, ist wie das Schießen mit Kanonen auf Spatzen. 37% des monatlichen Budgets der Innsbrucker Studierenden wird für Wohnen ausgegeben. Das ist österreichweit der höchste Wohnkostenanteil. Gleichzeitig haben sie das geringste Gesamtbudget“, schildert Robin Poller Vorsitzender des VSStÖ in Innsbruck die Situation.

„Armut muss entgegengewirkt werden. Mit der Kürzung der Wohnbeihilfe bewirkt man jedoch genau das Gegenteil. Ich fordere die Verantwortlichen dazu auf ihren Fehler schnellstmöglich einzusehen und endlich im Interesse der Menschen zu handeln“, ergänzt Katrin Walch Bundesvorsitzende des VSStÖ.

„Wir werden nicht locker lassen und zusehen wie die Existenz von Tausenden von einem Tag zum anderen gefährdet wird. Einsparungen bei den ärmsten in der Gesellschaft sind einer Demokratie nicht würdig“, schließen Schmid, Poller und Walch unisono.

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