Nival Kropiunik Bau-Pleite: Ein schwarzes Schaf weniger

GBH: Arbeiter wurden falsch entlohnt, Gläubiger, Staat und seriöse Unternehmen geschädigt

Graz (OTS) - Die Nival Kropiunik Bau-Pleite in Zahlen: 1,44 Millionen Schaden für Gläubiger. Arbeitern wurde zu wenig Lohn ausbezahlt und Beiträge zur Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK), der Gebietskrankenkasse sowie Sozialversicherungsbeiträge fehlen. Alles Kosten, auf denen die SteuerzahlerInnen „sitzen“ bleiben. Der volkswirtschaftliche Verlust durch Lohn- und Sozialdumping lässt sich schwer in Zahlen fassen, wird aber sicherlich auch die Millionen-Euro-Grenze sprengen. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) trauert dem Unternehmen keine Träne nach, im Gegenteil, durch den Konkurs gibt es ein „schwarzes Schaf“ weniger am Markt. ++++

Die Nival Kropiunik Bau – ein slowenisch geführtes Unternehmen mit einem Appartement als Firmensitz in der Steiermark – agierte schon seit geraumer Zeit auffällig. GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch:
„Die Forderung des Wirtschaftsministeriums nach einer Liberalisierung der Gewerbeordnung geht angesichts solcher Betrugsfirmen in die falsche Richtung. Wenn ein Stanley-Messer und ein Zollstab reichen, um sich in Österreich Unternehmer nennen und Angebote abgeben zu dürfen, na dann gute Nacht, Österreich. Diese Pleite zeigt wieder einmal auf, dass, wenn Aufträge an dubiose Firmen vergeben werden, Schaden und Kosten die Steuerzahler tragen müssen. Damit wird den seriös arbeitenden Unternehmen mit ihrem Eigenpersonal die Chance auf Aufträge genommen.“

„Wir als Gewerkschaft weinen der Nival Kropiunik keine Träne nach, ganz im Gegenteil. Bei dieser Firma handelt sich um eine der unzähligen Betrugsfirmen, welchen wir auf die Schliche gekommen sind. Die Firma wurde von uns bereits zweimal wegen des Verdachts auf Lohn-und Sozialdumping angezeigt. Aktuell ermittelt die Finanzpolizei gegen ein undurchsichtiges Firmengeflecht im Hintergrund bzw. Umfeld der Firma“, erklärt GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Linke.

Um solche sozialen und wirtschaftlichen Schäden zukünftig bereits an der Wurzel bekämpfen zu können, fordert die Baugewerkschaft nicht nur, von einer Aufweichung der Gewerbeordnung abzusehen, sondern noch genauer zu prüfen, wer sich in Österreich Unternehmer nennen will.

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GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Linke, 0664/614 55 79
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www.bau-holz.at

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