Mitterer und Sicheritz machen einen „Sommernachtsmord“ zum Tiroler Landkrimi

Dreharbeiten zu neuntem Film der ORF-Erfolgsreihe mit u. a. Bloéb, Straßer und Drassl

Wien (OTS) - „Soko Kitzbühel“ und „Der Bergdoktor“ gehören bereits zu den Stammgästen, nun hält eine weitere ORF-Erfolgsproduktion Einzug im Westen Österreichs: Ein „Sommernachtsmord“ macht die ORF-Landkrimi-Landkarte fürs Erste komplett. Doch wie der Titel des neunten Films der Reihe bereits vermuten lässt, ist es mit der vermeintlichen Alpenidylle in einem abgelegenen Tiroler Bergdorf schon bald vorbei – bis schließlich jeder jeden verdächtigt und nicht nur vom Mörder, sondern auch von der Leiche jede Spur fehlt. Einen ersten Einblick in die neueste Landkrimi-Geschichte gab es gestern, am Montag, dem 11. Juli 2016, bei einem Besuch der Dreharbeiten in Neustift im Stubaital unter Anwesenheit von u. a. ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-Tirol-Landesdirektor Helmut Krieghofer, ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis, der Darstellerinnen und Darsteller Gregor Bloéb, Katharina Straßer, Franziska Petri, Clemens Schick, Roland Silbernagel und Gerti Drassl sowie von Regisseur Harald Sicheritz, Drehbuchautor Felix Mitterer, Produzent Josef Aichholzer und Johannes Koeck, Leitung Cine Tirol Film.

In weiteren Rollen stehen derzeit u. a. auch die beiden Tiroler Julia Gschnitzer und Martin Leutgeb sowie Peter Mitterrutzner vor der Kamera. Die Dreharbeiten im Großraum Steinach am Brenner/Wipptal (u. a. Mühlbachl, Obernberg am Brenner, Trins, Vals und Neustift im Stubaital) dauern bis 13. Juli. „Sommernachtsmord“ ist eine Produktion der Aichholzer Filmproduktion in Koproduktion mit dem ORF, gefördert von Fernsehfonds Austria und Cine Tirol.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: „Charakteristisch, ausgefallen und typisch“

„Tirol stellt mit seinen Menschen, seinen Traditionen, seiner Landschaft und seiner Lage in Europa eine äußerst abwechslungsreiche und vielschichtige Region dar, die viele Geschichten und ‚a G’schicht‘ zu erzählen hat. ,Sommernachtsmord‘ vereint all diese Facetten zu einem spannenden Landkrimi mit allen unverwechselbaren Ingredienzien dieser ORF-Reihe. Das ist vor allem auch Felix Mitterer zu verdanken, der die fiktionale DNA Tirols in sich trägt. Deshalb kann es keinen Besseren geben, diesen Tiroler Landkrimi zu schreiben. Das hochkarätige Ensemble, das Regisseur Harald Sicheritz gemeinsam mit der Redaktion des ORF zusammengestellt hat, wird diesen ,Sommernachtsmord‘ zu einem charakteristischen, ausgefallenen und typischen österreichischen Krimi – eben einem Landkrimi – machen, zu einem verdienten ,Daweil‘ (einer feinen Zeit) für unser Publikum.“

ORF-Tirol-Landesdirektor Helmut Krieghofer: „Weiteres Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit“

„Tirol zählt zu den führenden Filmproduktionsländern Österreichs. Dies ist nicht zuletzt der Cine Tirol zu verdanken, die seit Jahren verlässlicher Partner des ORF ist und die mit ihrer finanziellen Förderung bereits viele Produktionen ins Land geholt hat. ORF-Serienhits wie ,Der Bergdoktor‘ oder ,Soko Kitzbühel‘ wären ohne die Filmförderung des Landes nicht möglich. Der Tiroler Landkrimi ,Sommernachtsmord‘ ist ein weiteres Beispiel für diese erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Gregor Bloéb: „Ich bin ein großer Fan dieser Reihe“

Der Tiroler Gregor Bloéb steht in der Hauptrolle von Organist Florian Falkner vor der Kamera. Als Barpianist macht Florian vor allem großen Eindruck auf die weiblichen Gäste, was seiner Freundin, der Hotelangestellten Regina (Gerti Drassl), aber so gar nicht gefällt. „Alles, worum es Florian geht, ist, seinen Traum zu erfüllen und diese weltgrößte Orgel zu bauen. Er ist kein Playboy, dem es darum geht, Frauen zu erobern. Primär geht es ihm darum, seine Orgelpfeifen zu finanzieren und über Spenden Paten dafür zu finden. Das ist seine einzige Möglichkeit – und die nützt er auch schamlos aus.“ Und Bloéb weiter über die Reihe: „Ich habe alle Landkrimis mit ihren unterschiedlichen Geschichten gesehen, bin ein großer Fan dieser Reihe und finde die Idee total wichtig für Österreich. Deshalb ist das auch ein Riesenerfolg. Und der ,Sommernachtsmord‘ ist quasi ,Tirol heute‘ für das Hauptabendprogramm.“

Katharina Straßer auf doppelter Spurensuche

Ein Heimspiel sind die Dreharbeiten auch für Katharina Straßer. Die Tirolerin geht derzeit nicht nur für die fünfte Staffel der ORF-Erfolgsserie „Schnell ermittelt“ auf Verbrecherjagd, sondern auch als Innsbrucker Kommissarin Claudia Wegscheider für den neuesten Landkrimi: „Claudia kommt aus Innsbruck zurück ins Tal und muss sich dort erst wieder zurechtfinden, sie ist auch gar nicht so gerne dort. Die Täler, die Engstirnigkeit, die Menschen und das Aussichtlose, das sich in ihnen widerspiegelt – das kann ich selbst auch sehr gut nachvollziehen. Doch Claudia steht nicht nur beruflich vor einer Herausforderung, sondern hat auch mit privaten Problemen zu kämpfen. Und das alles macht es zu einem Geschenk, diese Figur spielen zu dürfen.“ Straßer selbst kommt zwar aus Rum, betritt aber bei den Dreharbeiten gewissermaßen tirolerisches Neuland: „Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie hier in Neustift gewesen bin. Es ist unfassbar schön. Die Dreharbeiten sind für mich also auch insofern wertvoll, weil ich meine Heimat anders kennenlerne und vieles sehe, das ich bisher noch nicht gesehen habe. Ich habe zwar, bis ich 18 Jahre alt war, in Tirol gelebt, aber da wusste ich die Natur nicht so zu schätzen. Aber jetzt frage ich mich immer ,Wie konnte ich nur?‘ Ich hab hier gewohnt und war nicht jeden Tag am Berg oben!“

Südtirolerin Gerti Drassl beim Tiroler Landkrimi

Noch bevor Gerti Drassl ab Herbst für die dritte „Vorstadtweiber“-Staffel vor der Kamera steht, spielt sie derzeit im Tiroler Landkrimi Florians (Gregor Bloéb) Freundin Regina Tiefenbrunner: „Florian gibt Regina immer wieder Grund zur Eifersucht. Doch was mir an dieser Figur so gefällt, ist diese selten gute Qualität, dass Regina offen eifersüchtig ist. Meistens gibt man das gar nicht zu. Und sie ist auch eine sehr starke, liebende Frau.“ Wie es der Südtirolerin mit dem Dialekt geht? „Ich habe vor drei Jahren einen Film in Tirol gedreht und mich schon damals sehr intensiv mit den sprachlichen Unterschieden auseinandergesetzt. Insofern konnte ich das auch hier wieder nutzen und für diese Arbeit mitnehmen. Natürlich ist es etwas anderes, aber hier ist es schon von Tal zu Tal verschieden. In diese Gegend habe ich mich schon total verliebt.“

Harald Sicheritz: „Ich schätze die Landkrimis auch deshalb, weil sie unterschiedlich sind“

2008 hat Harald Sicheritz für den Tiroler „Tatort – Baum der Erlösung“ bereits mit Felix Mitterer zusammengearbeitet. „Ich schätze die Landkrimis auch deshalb, weil jeder von ihnen anders ist. Das ist auch gleich der große Unterschied zu einem ,Tatort‘ beispielsweise. Es gibt keine so rigiden Abläufe in der Erzählstruktur, der Landkrimi ist wesentlich literarischer. Und das finde ich sehr reizvoll, genauso wie die Tatsache, dass beim Cast darauf geachtet wird, Schauspieler aus dem jeweiligen Bundesland zu besetzen. Das unterstützt das, wofür ich sowieso schon lange kämpfe, dass man die Menschen so sprechen lässt, wie ihnen die Sprache kommt und wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Die Geschichte, die wir erzählen, hat etwas Bizarres eben auch durch das Aufeinandertreffen der verschiedenen Menschengruppen.“

Drehbuchautor Felix Mitterer: „Ein unblutiger Landkrimi ohne Tote“

Der Tiroler Felix Mitterer, der für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, über die Anfänge zu dieser Produktion: „Anton Wille aus dem Kaunertal ist mein Vorbild für die Hauptfigur, die Gregor Bloéb spielt. Toni kenne ich schon lange, er ist seit 30 Jahren Organist im Wallfahrtsort Kaltenbrunn, hat in den vergangenen Jahrzehnten 5.000 Orgelpfeifen aus Holz gebaut. Und sein großer Traum ist es, einen Turm für seine 5.000 Orgelpfeifen zu bauen. Es ist zwar nicht seine Geschichte, die wir erzählen, aber er war es, der mir die Idee zur Hauptfigur geliefert hat, um die es geht. Aber daraus wollte ich nichts Finsteres machen, und so ist der ,Sommernachtsmord‘ auch eine Komödie geworden. Ein unblutiger Landkrimi ohne Tote – aber zu viel darf ich nicht verraten, denn irgendwie ist es ja immer noch ein Krimi. Und eine Hommage an das alte Tirol.“

Mehr zum Inhalt des Films ist online unter http://presse.ORF.at abrufbar.

Ausblick

Zu sehen ist der ORF-Landkrimi „Sommernachtsmord“ voraussichtlich gemeinsam mit „Drachenjungfrau“ (Salzburg; mit u. a. Manuel Rubey und Stefanie Reinsperger; Regie: Catalina Molina) und „Höhenstraße“ (Wien; mit u. a. Nicholas Ofczarek und Raimund Wallisch; Regie: David Schalko) zum Jahreswechsel 2016/2017 in ORF eins. Auch wenn der titelgebende „Sommernachtsmord“ die ORF-Landkrimi-Landkarte fürs Erste komplett macht – auf dem Drehplan steht 2016 auch noch Südtirol.

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