VSStÖ Innsbruck: Einführung einer Wartefrist wäre Schlag ins Gesicht aller Studierenden

Wien (OTS) - Entsetzt zeigt sich der Verband Sozialistischer Student_innen über den Plan der Gemeinderät_innen von FI, ÖVP, SPÖ und FPÖ drei Jahre Hauptwohnsitz für den Erhalt der Mietzinsbeihilfe vorauszusetzen. Dies sei ganz klar ein Angriff auf insbesondere finanziell schwache Studierende, die ohnehin mehr als ein Drittel ihres monatlichen Einkommens für Wohnen ausgeben.
“Hier wird ganz klar der falsche Ansatz gewählt”, erklärt Katharina Embacher, Vorsitzende des VSStÖ Innsbruck, “statt die Armut bei Studierenden voranzutreiben sollte sich der Gemeinderat lieber damit beschäftigen, wie die Preistreiberei bei privat vermieteten Wohnungen eingedämmt werden soll. Alternative Konzepte, wie etwa die Forcierung des gemeinnützigen Wohnbaus, die Einführung einer Mietpreisobergrenze oder einer Förderung für Studiheime, sind unbestritten erfolgsversprechender als ein sozialer Kahlschlag für Studierende.”
“In der Analyse haben die Gemeinderät_innen natürlich recht,”, bekräftigt Robin Poller, Vorsitzender des VSStÖ Innsbruck, “die Zuwendungen aus der Mietzinsbeihilfe gehen eins zu eins an die Vermieter_innen. Jedoch zu glauben, diese plötzlich für die meisten Studierenden zu streichen und damit den Wohnraum zu verbilligen, zeigt wie realitätsfern und ideenlos unsere Lokalpolitiker_innen sind.”
Laut Studierendensozialerhebung sind es insbesondere Studierende mit Eltern aus niedrigen Einkommensschichten, die unter den absurd hohen Wohnkosten leiden. “Fast die Hälfte aller Studierenden muss bereits jetzt zur Deckung der eigenen Lebenserhaltungskosten neben dem Studium arbeiten. Und ausgerechnet denen streichen jetzt die werten Politiker_innen die Mietzinsbeihilfe”, geben Embacher und Poller abschließend zu bedenken.

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