Zinggl bittet Agnes Husslein vor den Vorhang: Hört denn der Feudalismus niemals auf?

Wien (OTS) - „Gibt es ihn noch immer, den Feudalismus in den großen kulturellen Einrichtungen? Kulturmanager, die vergessen, dass öffentliche Einrichtungen nicht die eigenen sind und die ein kommunales System für persönliche Vorteilsnahmen nutzen, die Grenzen nur für andere ziehen?“. Der Grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl reagiert auf Vorwürfe, die gegen die Direktorin des Museums Belvedere im Falter auftauchen. „Wenn sich der Verdacht bewahrheitet, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie persönliche Bedienstete behandelt werden, dass Compliance-Richtlinien verletzt werden, die es ja gar nicht brauchen sollte - so selbstverständlich sind ihre Satzungen - dann darf ein Minister nicht wegsehen. Was wäre das für eine Kulturpolitik, die neben satten Gehältern, Prämien und Pension mancher Direktorin auch die Möglichkeit einräumt, da und dort weitere Vorteile ungeschoren rauszuholen? Die wenigen eine goldene Nase verdienen lässt und allen anderen die lange Nase zeigt?", fragt Zinggl.

"Mich stört es, wenn staatliche Kunstinstitutionen zu Selbstbedienungsläden werden, während viele Engagierte keine Chance erhalten und nicht wissen, wie sie die Miete zahlen sollen. Der Kampf gegen Korruption im Kunstmanagement ist ein Kampf ums Geld für die Kunst. Jeder kleine Kulturverein muss penibel alle Förderrichtlinien einhalten und jederzeit auf eine Prüfung vorbereitet sein. Umso paradoxer wäre es, wenn in einem Museum wie der 'Neuen-Galerie-Belvedere' andere Spielregeln gelten sollten. Je bedeutsamer eine Kulturinstitution für Österreichs Selbstbild und Außenwahrnehmung, umso unverschämter? Meine Kritik richtet sich gegen ein System, das Biotope schafft, in denen Günstlingswirtschaft blüht. Und ich werde nicht müde, alle vor den Vorhang zu bitten, die sich daran beteiligen. Viel zu viele sehen weg, hoffen wir auf eine bessere Aussicht im Belvedere. Gefahr ist in Verzug", meint Zinggl.

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