Neues Volksblatt: "Sparen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 12. Juli 2016

Linz (OTS) - Sparen ist nicht gleich sparen. Wer von seinem monatlichen Einkommen regelmäßig etwas zur Seite legen kann, spart. Wer seine monatlichen Ausgaben reduziert, weil sie durch die Einnahmen nicht gedeckt sind, spart auch — aber diese Art des Sparens ist die ungleich schwierigere und auch schmerzhaftere.
Und so ist es auch kein Wunder, dass Einsparungen oder auch bloße Sparpläne der sogenannten öffentlichen Hand im Regelfall von (zuletzt häufig über die Straße organisierten) Widerstand begleitet sind. Noch ehe bekannt war, was bei den Beratungen der Landesregierung über die Finanzen herauskommt, hatte sich der rote Linzer Vizebürgermeister via Aussendung schon als „Widerständler“ aufgepflanzt.
Umso wichtiger war gestern vor allem ein Signal, das mit dieser „Beratungsklausur“ — so LH Josef Pühringer — ausgesendet wurde: dass nämlich alle Landtags- bzw. Regierungsparteien offenbar nicht nur am selben Strang, sondern auch in die selbe Richtung ziehen. Denn klar ist: Jene 15 Gesetze, die man als größte Kostentreiber unter die Lupe nehmen will, entlassen bei konsequenter Umsetzung des Vorhabens niemanden aus der (politischen) Sparpflicht. Von einem „Signal der Verlässlichkeit für die Steuerzahler“ sprach LH-Stv. Thomas Stelzer — und tatsächlich sollen sich jene, die redlich ihre Steuer-Euros abliefern, darauf verlassen können, dass ihr Geld sparsam und effizient eingesetzt wird.

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