Neues Volksblatt: "Ruhezeiten" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 11. Juli 2016

Linz (OTS) - Schon im Buch Kohelet steht: „Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ Und eigentlich ist jetzt die Zeit der Erholung, die Zeit für eine Verschnaufpause, dadurch kann man vielleicht auch Abstand und Ruhe gewinnen. Diese brauchen nicht nur die Tausenden Schüler, auch im Wahlwettbewerb um die Hofburg täte Wählern und Kandidaten eine solche Pause gut. Denn der Kampf um die Hofburg ist leider — auch weil die zwei Kandidaten sehr konträre Positionen haben — schon in der ersten Stichwahl sehr emotional geworden und hat schon tiefe Gräben aufgeschüttet. Darauf aufbauend könnte die nun nötige Stichwahl ein echter Stellungskrieg werden mit vorprogrammierten Kollateralschäden ... das wollen hoffentlich beide Kandidaten nicht. Daher täte eine Abrüstung gut.
Aber auch beim Bund-Länder-Vertrag zur Mindestsicherung scheinen die Fronten festgefahren. Der Vorschlag LH Schützenhöfers eines Gipfels im Herbst „abseits festgefahrener Gleise“ kann hier helfen, doch noch eine gemeinsame Lösung zu finden. Und auch dafür wäre es gescheit, Tempo rauszunehmen, um nachzudenken und neue Wege zu finden. Aber eines ist auch klar: Eine solche „Pause“ ist kein Freibrief fürs Nichtstun, es hilft weder „Augen zu und durch“ noch die Hoffnung, dass sich das Problem von selbst lösen wird. Stattdessen braucht es „Nägel mit Köpfen“.

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