KURIER: Bank Austria - Europäischer Aufsicht ist Eigenkapital-Austattung zu dünn

Osteuropa-Abspaltung: Streit um Kapitalabzug aus Österreich zur Mutter UniCredit

WIEN (OTS) - Kurz vor der Abspaltung der Osteuropa-Sparted der Bank Austria nach Mailand haben sich die Auseinandersetzungen mit der Europäischen Bankenaufsicht über die künftige Eigenkapital-Quote des verbleibenden Geschäftes in Österreich dramatisch zugespitzt. Die Bankenaufseher bestehen auf einer Eigenkapitalquote von mindestens elf Prozent. "Wir werden nicht zulassen, dass die Bank von Italien ausgebandelt wird", zitiert der KURIER aus Aufsichtskreisen. Die Eigenkapitalausstattung müsse der Quote vergleichbarer Banken in Österreich entsprechen. Sollte UniCredit nicht nachgeben, verzögert sich die Zerschlagung der größten heimischen Bank. Möglich ist auch, dass die Abspaltung noch scheitert. UniCredit will mit dem höchst lukrativen Ost-Geschäft auch Kapital aus der Bank Austria nach Mailand abziehen.

Noch nicht fix ist außerdem, ob die 500 Bank-Austria-Mitarbeiter, die in Wien für die Steuerung der Osteuropa-Töchter zuständig sind, tatsächlich in Österreich bleiben können. Mit der Aufsicht wird darüber diskutiert, ob diese Einheit eine Bankenlizenz benötigt. Wenn ja, will UniCredit die Belegschaft nach Mailand übersiedeln.

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