Papst will Immobilienverwaltung transparenter machen

Franziskus verfügt institutionelle Trennung zwischen vatikanischer Güterverwaltung und Bilanzprüfung

Vatikanstadt (KAP) - Papst Franziskus will offenbar stärker gegen Missmanagement und Vetternwirtschaft in der vatikanischen Immobilienverwaltung vorgehen. In einem am Samstag veröffentlichten Erlass verfügte er eine strikte institutionelle Trennung zwischen der Verwaltung der Häuser und Wohnungen und der Prüfung der betreffenden Bilanzen. Die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (Apsa) ist demnach künftig ausschließlich für die Verwaltung zuständig, die Wirtschaftsprüfung obliegt ausschließlich dem vatikanischen Wirtschaftssekretariat. Das gleiche gelte für die Vermögensverwaltung insgesamt sowie finanzielle Transaktionen.

Franziskus ermahnt in seinem Erlass dazu, das kirchliche Vermögen ausschließlich für kultische und karitative Zwecke sowie zur Unterstützung des Klerus zu verwenden. Besonders hervor hebt er den "Dienst an den Armen". Die Kirche müsse "größte Aufmerksamkeit" darauf verwenden, dass ihre wirtschaftlichen Ressourcen stets für diese Zwecke eingesetzt würden heißt es in dem sogenannten "Motu proprio". Es trägt den Titel "Die weltlichen Güter".

Mit dem jüngsten Erlass setze der Papst den Weg der Kurienreform fort, den er im Februar 2014 mit der Schaffung des Wirtschaftssekretariats, des Wirtschaftsrats und des Büros des Generalrevisors geschaffen habe, heißt es in einer vatikanischen Mitteilung.

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