Bayr zum Weltbevölkerungstag: Teenagermütter sind gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt

Mädchen im Teenageralter fördern

Wien (OTS/SK) - „In Entwicklungsländern gebären jeden Tag 20.000 Mädchen im Teeangeralter und erleben damit einen drastischen Einschnitt in ihr Leben“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Weltbevölkerungstages am 11. Juli unter Berufung auf UN-Daten fest. Meist endet mit dem ersten Kind der Schulbesuch und verhindert so die Möglichkeit, in Zukunft ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften. „Mädchen im Teenageralter fördern“ lautet daher der Schwerpunkt des heurigen Weltbevölkerungstags der Vereinten Nationen. ****

„Mädchen müssen in die Lage versetzt werden, gut informierte Entscheidungen über ihre Sexualität zu treffen. Ungewollten oder ungeschützten Geschlechtsverkehr müssen sie zurückweisen können. Dafür braucht es faktenbasiertes Wissen, Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen und eine entsprechende Stellung in der Gesellschaft. Mädchen brauchen Bildung, um so ihre Zukunft zu sichern“, führt Bayr aus. Teenagerschwangerschaften hängen in vielen Ländern des Globalen Südens eng mit Kinderehen zusammen. „Kinderehe ist eine Menschenrechtsverletzung. Diese kulturelle Praxis hat fatale Folgen für die betroffenen Mädchen“, ist Bayr überzeugt und verweist auf jährlich 70.000 Todesfälle, die auf Komplikationen während der Geburt oder Schwangerschaft zurückzuführen sind.

Von 11. bis 13. Juli besucht die Nationalratsabgeordnete mit dem Europäischen Parlamentarischen Forum für Bevölkerung und Entwicklung Flüchtlingslager in Griechenland, in denen Programme zur Förderung von Mütter- und Kindergesundheit durchgeführt werden. „Bevölkerungsfragen und Frauengesundheit hängen eng mit Wissen über und Zugang zu Verhütungsmitteln zusammen. Frauen hören in Krisenzeiten nicht auf, schwanger zu werden und brauchen entsprechende Unterstützung“, betont Bayr. Während humanitärer Krisen gibt es besonders oft sexuelle Gewalt und Übergriffe auf Frauen. Dies zu verhindern und Frauen in persönlich besonders schwierigen Situationen wie einer Flucht körperliche und psychische Sicherheit zu gewähren, steht im Mittelpunkt dieses Besuchs von Frauen in griechischen Flüchtlingslagern. (Schluss) bj

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