Nationalrat – Bacher/Unterrainer: Nur ein stillgelegtes AKW ist ein gutes!

Wien (OTS/SK) - In der Debatte im Nationalrat zum AKW Krško betonten die beiden SPÖ-Abgeordneten Walter Bacher und Max Unterrainer, dass „nur ein stillgelegtes AKW ein gutes ist“. In dem Zusammenhang erklärte Bacher, dass trotz dem Bekenntnis Österreichs zu einem internationalen Ausstieg aus der Atomkraft noch immer Strom aus Atomkraft „fixer Bestandteil unseres Stromnetzes ist“. Aus diesem Grund sollten „die KonsumentInnen besser und transparenter informiert werden“. ****

So sollten die Konsumentinnen und Konsumenten in den Jahresabrechnungen über den Anteil an Atomstrom und über die Stromquellen informiert werden. Insbesondere, woher der Strom eingespeist wird, sollte sich für die KonsumentInnen erschließen. Österreich habe sich vor 40 Jahren gegen Atomkraft entschieden – „in dem Wissen, welche Gefahren von Atomkraft ausgehen“. So sei die Entsorgung von radioaktivem Abfall längst nicht mehr ein nationales, sondern ein globales Problem. In diesem Zusammenhang forderte der SPÖ-Abgeordnete ein „gemeinsames Vorgehen in Sachen Transparenz und Information auf EU-Ebene“. „Es ist wichtig, dass Österreich ein Teil dieser EU ist, damit auch auf dieser Ebene die richtigen Maßnahmen gesetzt werden. Nur eine gute Zusammenarbeit der EU-Staaten ermögliche Transparenz bei der Atomkraft. In Sachen AKW sind wir alle gefragt, weil wir alle Europäer sind“, so Bacher.

SPÖ-Abgeordneter Max Unterrainer erinnerte in seiner Rede an die Atomkatastrophe in Tschernobyl und in Fukushima. „Beide Orte liegen weit weg von Österreich, das AKW Krško hingegen ist von Wien nur 250 km weit weg“, so Unterrainer, außerdem liege es in einem erdbebengefährdeten Gebiet. In diesem Zusammenhang warnte Unterrainer, dass Österreich im Falle eines Unfalles „zum Handkuss kommen würde“.

„Nur ein stillgelegtes AKW ist ein gutes“, so Unterrainer. In Zeiten alternativer Energiequellen und -formen sei jedes AKW Unsinn. „Die Atomkraft hat ausgedient“, so Unterrainer und weiter: „Aus energetischen, sicherheitstechnischen Gründen und aus Gründen der Endlagerung.“ Der SPÖ-Abgeordnete kritisierte in diesem Zusammenhang EU-Fördergelder und appellierte abschließend dafür, Signale an Slowenien zu senden, „damit die Sorgen und Bedenken der Österreicherinnen und Österreicher ernstgenommen werden“. (Schluss) bj/rm

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