Weninger: VOR-Tarifreform geht gar nicht!

Heftige Kritik im Parlament an Erhöhung der Öffi-Tarife

Wien (OTS/SK) - „Die jüngste Tarifreform des „Verkehrsverbund Ostregion“ (VOR) ist eine vertane Chance für den öffentlichen Nahverkehr und damit für den Klimaschutz“, kritisiert SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger die Preiserhöhungen bei den Öffis. In der Parlamentsdebatte zur Ratifizierung des Klimavertrages von Paris fordert er eine sofortige Aussetzung und droht mit dem Einfrieren der Bundessubventionen im Rahmen des Finanzausgleichs für die Länder. ****

Nach jahrelangem Hin und Her über die Reform des bisherigen Zonenmodells ist in Ostösterreich seit 6. Juli ein neues Tarifmodell in Kraft, das vielleicht betriebswirtschaftlich und vom Schreibtisch aus kostenneutral und transparent aussieht, in der Praxis aber vielen PendlerInnen unerklärbare Preiserhöhungen beschert und zu verständlichem Unmut in der Region führt.

Anstatt die Zeichen der Zeit zu erkennen und ein einheitliches 365 Euro-Jahresticket wie in Wien einzuführen, gibt es jetzt ein „Pendlervertreibungsmodell“ mit Preiserhöhungen von bis zu 70 Prozent. „Zum Schulschluss kann es dafür nur ein Nichtgenügend und die Forderung nach einer sofortigen Rücknahme dieses Schildbürgerstreiches geben“, so Weninger. „Wenn Bundesländer die übergeordneten politischen Zielsetzungen – wie die des Klimaschutzes – nicht akzeptieren, müssen wir uns überlegen, ob die jährlich 100 Mio. Euro, die der Bund den Ländern im Rahmen des Finanzausgleichs für die Finanzierung des Nahverkehrs zur Verfügung stellt, tatsächlich gut und nachhaltig angelegt sind“, stellt Weninger die budgetäre Rute ins Fenster.

Einige „Schmankerl“ zu den neuen VOR-Tarifen:

Mödling – Wien-Hauptbahnhof: 538 Euro statt 415 Euro
Münchendorf – Wien: 965 Euro statt bisher 780 Euro (satte 23 Prozent)

Münchendorf – Wien-Meidling: 700 Euro statt 415 Euro (68 Prozent) Wiener Neustadt – Baden wird um 218 Euro teurer
Greifenstein – Bhf. Tullnerfeld – das sind knapp mehr als 20 km -verteuert sich sogar um 473 Euro.

Kurios ein Beispiel aus dem Burgenland. Für eine Entfernung von rund 17 km zahlt man von Schützen nach Müllendorf um 255 Euro weniger. In die andere Richtung - gleich weit - von Draßburg nach Müllendorf wird es um 255 Euro teurer. (Schluss) rm/mb

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