Nationalrat – Spindelberger: Neue Pflegeausbildung wertet Berufsbild auf und verbessert PatientInnenversorgung

Dreigliedrige Ausbildung sorgt für bessere Kompetenzaufteilung – Durchlässigkeit zwischen den Berufsbildern

Wien (OTS/SK) - Die Reform der Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, die heute, Donnerstag, im Nationalrat beschlossen wird, bringt für SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger vor allem Verbesserungen in der Versorgung von PatientInnen und eine Aufwertung der Pflegeausbildung. „Gut Ding braucht Weile“, resümiert Spindelberger das Ergebnis langer Verhandlungen, in denen die Anliegen aller Betroffenen berücksichtigt wurden. Mit der nun vorliegenden Novelle schließt Österreich in der Ausbildung von Pflegekräften an internationale Standards an. Außerdem wird durch eine gezieltere Kompetenzverteilung die Qualität in der pflegerischen Versorgung von PatientInnen verbessert, wie Spindelberger betont. ****

Das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz sieht eine dreigliedrige Ausbildung im Bereich der Pflege vor: Die bisherige Pflegehilfe wird zur Pflegeassistenz aufgewertet und die Ausbildung verbessert. „Das Berufsbild wird aktualisiert und den tatsächlichen Erfordernissen angepasst.“ Ein Schwerpunkt der PflegeassistentInnen wird in der Langzeitpflege liegen, „das ist besonders wichtig in einer Zeit, in der die Menschen dank guter medizinischer Versorgung immer älter werden“, so Spindelberger.

Neu eingeführt wird die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz, die künftig der Entlastung des gehobenen Dienstes dienen soll. PflegefachassistentInnen sollen mehr Kompetenzen erhalten und auch ohne Aufsicht genau festgelegte Tätigkeiten übernehmen können.

Diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen werden künftig an Fachhochschulen ausgebildet. „In fast allen Nachbarländern ist diese Ausbildung im universitären Bereich angesiedelt. Wir haben bisher eine Parallellösung gehabt, diesem Nebeneinander wird jetzt endlich ein Ende gesetzt.“ Nach einer Übergangsfrist bis 2024 werden alle auf FH-Niveau ausgebildet.

Wichtig ist Spindelberger besonders die Durchlässigkeit zwischen diesen drei Berufsbildern. „Das Ziel ist, dass sich jede und jeder von der Pflegeassistenz bis in den gehobenen Dienst hinaufarbeiten kann“. Außerdem wird es nach eineinhalb Jahren eine Evaluierung mit ExpertInnen aus dem Bundesministerium, den Ländern und den InteressensvertreterInnen geben, um „allfälligen Bedenken zu begegnen“.

Da sich mit den Strukturen der 1950er Jahre keine Gesundheitspolitik für dieses Jahrhundert machen lasse, bat Spindelberger abschließend um eine gewisse Reformbereitschaft im Gesundheitssystem. „Charles Darwin hat einmal gesagt: ,Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt und auch nicht unbedingt die intelligenteste. Es ist diejenige, die sich am besten dem Wandel anpassen kann.“ (Schluss) mb/ph/mp

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