• 07.07.2016, 10:40:22
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14,3 Millionen Euro: Neues Rekordergebnis bei den Steuersparwochen der AK Niederösterreich

AK-Präsident Markus Wieser: „Nach der Steuerreform braucht es nun eine weitere Entlastung des Faktors Arbeit“

Utl.: AK-Präsident Markus Wieser: „Nach der Steuerreform braucht es
nun eine weitere Entlastung des Faktors Arbeit“ =

St. Pölten (OTS) - 16.243 Personen haben mit Hilfe der AK
Niederösterreich bei den regionalen Steuersparwochen Geld vom
Finanzamt zurückbekommen. Sie holten sich insgesamt 14,3 Millionen
Euro vom Fiskus zurück. Das ist ein neues Rekordergebnis. Die
Bandbreite der finanziellen Vorteile, die erzielt werden konnten,
geht von einer Verringerung der Nachforderung bis hin zu mehreren
Tausend Euro Gutschrift. „Da es sich um das Geld der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer handelt, ist es besonders wichtig,
die zu viel bezahlten Steuern vom Finanzamt zurück zu holen“, sagt AK
Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Er
betont: „Nach der Steuerreform braucht es nun eine weitere Entlastung
des Faktors Arbeit.“

Ein Mann aus Mödling konnte sich für das letzte Jahr 7.690 Euro an zu
viel bezahlter Lohnsteuer vom Finanzamt zurückholen. Mit der
Arbeitnehmerveranlagung hat er sowohl den Alleinverdienerabsetzbetrag
für zwei Kinder beantragt, als auch Werbungskosten
(Vertreterpauschale, Ausbildungskosten), Ausgaben für
Wohnraumschaffung, Personenversicherungen sowie Ausgaben für die
Kinderbetreuung geltend gemacht. Eine Frau aus Schwechat bekommt für
2015 8.597 Euro an zu viel bezahlter Lohnsteuer vom Finanzamt zurück.
Mit der Arbeitnehmerveranlagung hat sie sowohl Beiträge für
freiwillige Weiterversicherung wie auch Pflichtversicherungsbeiträge
geltend gemacht.

Auch kleinere Gutschriften sollte man sich vom Finanzamt zurückholen.
Insbesondere jene ArbeitnehmerInnen, die keine Lohnsteuer, jedoch
Sozialversicherungsbeiträge zahlen, können sich bei der
Arbeitnehmerveranlagung die Negativsteuer zurückholen. Auf Grund der
Steuerreform ist dies für das Veranlagungsjahr 2015 noch mehr als die
Jahre davor. Die Arbeitnehmerveranlagung kann fünf Jahre rückwirkend
durchgeführt werden.

Direktor Guth: 5.600 Beratungsstunden durch 46 BeraterInnen

AK Niederösterreich-Direktor Mag. Helmut Guth blickt auf vierzehn
Jahre Steuerrückholaktion zurück: Begonnen wurde damit 2003 in den
Bezirken Melk, Krems und Wiener Neustadt nach dem Hochwasserjahr
2002. Ab 2004 fand die Aktion bereits in allen Bezirken
Niederösterreichs statt. „Das ist für die Arbeiterkammer
Niederösterreich eine große organisatorische Herausforderung. Damit
unsere Mitglieder sich nicht frei nehmen müssen, finden die
Beratungen am späten Nachmittag bzw. frühen Abend statt“, erklärt
Direktor Guth. „Bei 22.679 Beratungsterminen für 16.243 Personen und
rund 5.600 Beratungsstunden durch 46 Beraterinnen und Berater nahmen
wir auch 2016 einen großen Brocken an zusätzlichen Personalkosten in
Kauf, um diese gut angenommene Aktion zu ermöglichen.“

Weitere Informationen zu Steuerthemen finden Sie auf:
noe.arbeiterkammer.at.

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