GPA-djp fordert endlich Rechtssicherheit für Rechtsanwalts-AssistentInnen

Kein flächendeckender Kollektivvertrag, deswegen KV-Zitrone 2016

Wien (OTS) - Kein flächendeckender Kollektivvertrag, Mindestgehälter, die im Burgenland unter 1000 Euro, in Wien und Niederösterreich knapp darüber liegen und in der Steiermark das letzte Mal im Jahr 1992 mit damals 10.000 Schilling vereinbart wurden – bei den Einkommen der AssistentInnen in den österreichischen Rechtsanwaltskanzleien herrscht großer Handlungsbedarf. Trotzdem weigern sich die Rechtsanwälte seit Jahren, mit der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) Kollektivverträge und damit adäquate Mindestgehälter zu vereinbaren.

„Dieses Lohndumping auf Kosten der Beschäftigten werden wir uns nicht länger gefallen lassen“, erklärte der stv. GPA-djp-Bundesgeschäftsführer Alois Bachmeier heute. Mehr als 150 TeilnehmerInnen setzten daher bei einer Kundgebung vor dem Büro des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages in der Wiener Innenstadt ein lautstarkes Zeichen der Solidarität mit den rund 12.000 Betroffenen. „Das Argument der RechtsanwältInnen, dass sie flächendeckend überzahlen, ist für uns inakzeptabel. Gerade von jenen, die ihren KlientInnen zur Durchsetzung von Recht verhelfen, erwarten wir uns, dass sie die Grundprinzipien von Kollektivverträgen, nämlich Rechtssicherheit und Konkurrenzschutz, anerkennen“, so Bachmeier.

Die Beratungen, wer die von der GPA-djp regelmäßig verliehene Kollektivvertrags-Zitrone verdient, seien deswegen heuer einstimmig für die Branche der Rechtsanwälte ausgegangen, so Bachmeier. Neben der Zitrone wurde dem Generalsekretär des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages außerdem eine Resolution mit der Aufforderung überreicht, sich das Mandat für österreichweite Kollektivvertragsverhandlungen übertragen zu lassen und umgehend mit der GPA-djp Kollektivvertragsverhandlungen aufzunehmen.

"Die Rechtsanwälte sind ein Bereich, wir werden aber auch in anderen Branchen nicht locker lassen“, kündigte Bachmeier abschließend an:
„Wir haben uns das Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren flächendeckend ein Mindestgehalt von 1.700 Euro durchzusetzen, auch bei den AssistentInnen in Rechtsanwaltskanzleien!“

Mehr Infos und die Möglichkeit, die Forderung nach Verhandlungen für einen flächendeckenden Kollektivvertrag online zu unterstützen unter:
www.gpa-djp.at/rechtsanwaelte

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Litsa Kalaitzis
GPA-djp
Pressesprecherin
Tel.: 05 0301-21553

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