Brexit - Stronach/Lugar: Der Wirtschaft muss nichts passieren, die Entscheidung liegt bei der EU

Wir brauchen eine EU, die zu den Wurzeln findet, wir brauchen wirtschaftliche Zusammenarbeit - das funktioniert!

Wien (OTS) - „Durch den Brexit gab es nicht den größten Kurssturz des Pfund und es gibt auch kein massenweises Abwandern von Unternehmen. Firmen wollen nur Druck auf künftige Verhandlungen mit der EU ausüben“, erklärte Team Stronach Klubobmann Robert Lugar in seinem Debattenbeitrag zur EU-Erklärung. Ob Brexit eine Katastrophe für Großbritannien ist, sei fraglich. „In Wahrheit muss nichts passieren; die Entscheidung liegt bei der EU“, so Lugar, der mahnte: „Wir brauchen eine EU, die zu den Wurzeln findet, wir brauchen wirtschaftliche Zusammenarbeit - das funktioniert!“

Fraglich sei, ob Juncker den Weg geht, den Briten neue Verträge vorzuschreiben, oder ob die Handelsbeziehungen normal weitergeführt werden. „Der behauptete massive Schaden muss nicht sein – also führen wir wirtschaftliche Verbindungen weiter!“, riet Lugar. Er erinnerte:
„Abgestimmt wurde über die politische Union, über die Einmischung der EU wie etwa in der Flüchtlingsproblematik!“

„Die EU sagt, was sie will, andere Wünsche werden ignoriert“, kritisierte Lugar am Beispiel der Flüchtlinge: „Der Flüchtlingskommissar will 17 Mio. Flüchtlinge nach Europa holen. Einer entscheidet – alle müssen das tragen“. Wenn die deutsche Kanzlerin Merkel zwei bis drei Mio. Flüchtlinge in ihrem Land aufnehmen will, „dann soll sie sie holen!“, so Lugar.

„Ich will die Union erhalten! Wer aber eine europäische Zentralregierung will, der zerstört die EU“, warnte Lugar. Er erinnerte daran, „dass die EU als Wirtschaftsunion gegründet wurde, um den Frieden zu erhalten. Aber dazu brauchen wir keine Zentralregierung!“

Der Team Stronach Klubobmann erinnerte daran, dass 1987 alle Staaten gemeinsam beschlossen hatten, etwas gegen das Ozonloch zu unternehmen – „und es hat funktioniert! Da war keine EU beteiligt, der gemeinsame Wille war entscheidend!“ Das Projekt der Verschmelzung der europäischen Völker voranzutreiben ist für Lugar nicht der Sinn der EU. „Aber als Friedensprojekt ist sie sehr wertvoll; dazu reicht aber eine Wirtschaftsunion!“

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