„matinee“ am 10. Juli: Dokus über „Franz Liszt – Die späten Jahre“ und die aktuelle Mörbisch-Produktion

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Ab 7. Juli steht Mörbisch wieder ganz im Zeichen der Operette, wenn auf der Seebühne „Viktoria und ihr Husar“ Premiere feiert (Aufzeichnung in ORF III: Sonntag, 24. Juli, 20.15 Uhr). Tatjana Berlakovich hat die Produktion dokumentarisch begleitet und unter dem Titel „Tanzrevue am See – Viktoria und ihr Husar bei den Seefestspielen Mörbisch“ einen Blick hinter die Kulissen der glamourösen Revue-Operette geworfen – zu sehen in der „matinee“ am Sonntag, dem 10. Juli 2016, ab 10.10 Uhr in ORF 2. Davor widmet sich die von Günther Klein gestaltete Doku „Franz Liszt – Die späten Jahre“ (9.05 Uhr) einem der wohl größten und widersprüchlichsten Genies der Musikgeschichte anlässlich seines 130. Todestages. Den Abschluss des von Clarissa Stadler präsentierten ORF-Kulturvormittags macht „Die Kulturwoche“ (10.35 Uhr) mit Berichten und Tipps zu aktuellen Kulturereignissen.

„Franz Liszt – Die späten Jahre“ (9.05 Uhr)

Er galt als Wunderkind, ging früh auf Konzertreisen und wurde dabei als „wiedergeborener Mozart“ gefeiert. Günther Klein zeigt in seinem Film allerdings einen ganz anderen Liszt – nicht das kindliche Genie, sondern den erfahrenen, desillusionierten, von einem Leben voller Höhen und Tiefen gezeichneten Menschen.
Franz Liszt galt seinerzeit nicht nur als einer der ersten europäischen Musikstars, er war auch eine der bekanntesten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Dafür hatten seine pianistische Virtuosität und das Talent für die Selbstinszenierung gesorgt. Mit dem Eintritt in das letzte Lebensdrittel um 1860 änderten sich aber sowohl seine Lebensumstände als auch seine Musik:
Die virtuosen Klangkaskaden, mit denen er das Publikum europaweit beeindruckt hatte, wichen einem verhaltenen, kargen Stil, der auf seine Zeitgenossen befremdlich und depressiv wirkte. Längst galt Richard Wagner als neuer Stern am Musikhimmel.
Ein frühes Testament, gescheiterte Ehepläne und eine halbe Karriere als Priester: Auf den ersten Blick liegt das letzte Lebensdrittel von Franz Liszt im Schatten früheren Glanzes. Dabei schuf Liszt gerade in dieser Zeit die visionärste Musik seines Lebens.
Der in Deutschland lebende russische Pianist Lev Vinocour ist ein ausgezeichneter Kenner von Werk und Vita Franz Liszts. Er folgt der Spur des alternden Stars von Weimar nach Rom und schließlich nach Bayreuth, ordnet die biografischen Fakten in den historischen Kontext ein und interpretiert am Klavier virtuos ausgewählte Beispiele aus dem großen Oeuvre des Komponisten. So entsteht ein lebendiges Bild des „späten“ Franz Liszt und seiner Zeit, das auf unterhaltsame Weise in vielem der bisher gängigen Vorstellung widerspricht und Überraschendes – nicht nur für Musikfans – zutage bringt.

„Tanzrevue am See – Viktoria und ihr Husar bei den Seefestspielen Mörbisch“ (10.10 Uhr)

In Mörbisch steht heuer eine rare Perle der glamourösen Revue-Operette auf dem Programm. Nach mehr als 40 Jahren wird „Viktoria und ihr Husar“ mit der Musik von Paul Abraham neu inszeniert und soll einen Hauch von Glamour auf die Seebühne bringen. Dreh- und Angelpunkt der musikalischen Weltreise ist eine zweiteilige Revuetreppe, auf der und um die herum sich das Stück über Liebe und Edelmut entfaltet, dessen Libretto Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda nach einem Bühnenstück von Imre Földes verfassten. Es beginnt nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in Sibirien und endet in einem ungarischen Dorf bei Szeged.
Tatjana Berlakovich begleitet die Entstehung der Tanzrevue am See vom Probenbeginn bis zur Premiere und lässt u. a. die Akteure, Regisseur Andreas Gergen sowie Intendantin und Viktoria Dagmar Schellenberger zu Wort kommen. Die Neuproduktion verspricht eine ergreifende Geschichte, Evergreens zum Mitsingen und ausladende Tanznummern.

Die Sendungen der „matinee“ sind großteils nach der TV-Ausstrahlung auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und werden auch als Live-Stream angeboten.

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